Hackenfuß: Wenn der Fuß nach oben zeigt

Veröffentlicht von: Till von Bracht

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Der Hackenfuß ist eine vor allem bei Neugeborenen relativ häufige Fußfehlstellung, bei der der Fuß nach oben abgeknickt ist. Ein Hackenfuß ist meistens harmlos und verschwindet in der Regel in den ersten Lebenstagen auch ohne Behandlung von selbst. 

Die Fehlstellung besteht darin, dass der Fuß steil nach oben zeigt und sich die Fußsohle nach außen dreht.

In einigen Fällen kann der Hackenfuß sogar so stark ausgeprägt sein, dass der Fußrücken das Schienbein berührt. Dies führt zu einer Fersenstellung – das heißt, die Betroffenen laufen auf der Ferse. Der Hackenfuß bildet sozusagen das Gegenstück zum Spitzfuß.

Die beim Hackenfuß sichtbare Formveränderung (Deformierung) ruft unterschiedliche Beschwerden hervor: Aufgrund der Fersenstellung ist die Ferse verstärkt belastet, sodass es dort zu Schmerzen und Druckstellen kommt. Außerdem ist das Gangbild verändert.

In vielen Fällen besteht ein Hackenfuß schon bei der Geburt – zum Beispiel durch eine ungünstige Position des ungeborenen Kindes im Mutterleib oder durch eine erbliche Vorbelastung. 

Unter Umständen kann sich die Fußfehlstellung aber auch im Lauf des Lebens entwickeln (erworbener Hackenfuß): Häufigste Ursache hierfür ist ein Unfall, bei dem zum Beispiel die Achillessehne reißt. Aber auch eine falsche Fußlagerung in einem ruhigstellenden Verband kann zum Stellungsfehler des Fußes führen.

Normalerweise erkennt der Arzt einen Hackenfuß anhand des Erscheinungsbilds und der vorliegenden Beschwerden – in einigen Fällen kann zusätzlich eine Röntgenuntersuchung zum Einsatz kommen.

Wenn sich der Hackenfuß nicht von selbst zurückbildet, können verschiedene konservative (d.h. nicht-operative) Maßnahmen dabei helfen, den Fuß in seine richtige Position zu bringen – zum Beispiel 

Bei Jugendlichen und Erwachsenen kann in Ausnahmefällen auch eine Operation notwendig sein. Dabei verkürzt der Arzt beispielsweise die Achillessehne oder er versteift das Sprunggelenk.

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