Fettgewebsnekrose der Brust

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Bei einer Fettgewebsnekrose der Brust stirbt Brustfettgewebe ab. Die Folge: Es bilden sich Ölzysten, aus denen im weiteren Verlauf gutartige Knoten in der Brust entstehen, die man leicht ertasten kann. Schmerzen treten bei diesen Brustveränderungen meistens nicht auf.

Ursache für die Fettgewebsnekrose der Brust ist fast immer eine Wunde (Trauma), zum Beispiel bedingt durch stumpfe Gewalteinwirkungen (wie Quetschungen oder Prellungen infolge eines Autounfalls oder Sturzes) oder eine Brustoperation. Dabei kommt es zur Nekrose des Fettgewebes, weil:

Wenn die Fettgewebszellen absterben, entsteht eine örtlich begrenzte Entzündung: Dabei nehmen Bindegewebezellen das durch den Fettgewebszerfall frei werdende Fett auf. So bildet sich nach und nach eine mit öliger Flüssigkeit gefüllte Scheinzyste, deren Inhalt verkalken kann. Am Ende entsteht durch die Fettgewebsnekrose ein harter Knoten in der Brust, der mehrere Zentimeter groß sein kann.

Nur selten – wenn das Gewebe um einen solchen Knoten entzündet ist, können bei einer Fettgewebsnekrose auch Schmerzen in der Brust auftreten. Weitere mögliche Anzeichen dafür, dass das Fettgewebe der Brust nekrotisch ist, sind:

Infolge einer Fettgewebsnekrose entstandene Knoten in der Brust sind zwar gutartig – äußerlich sind sie jedoch nicht von bösartigen Tumoren der Brust zu unterscheiden.

Daher ist es bei einer Fettgewebsnekrose der Brust ratsam, die Knoten in einer Operation zu entfernen – obwohl die Nekrose des Fettgewebes selbst wegen ihrer Gutartigkeit eigentlich keine Behandlung notwendig macht. Der Grund: Nur so kann man die Knoten genau untersuchen und Brustkrebs sicher ausschließen.

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