Ektropium (Auswärtskehrung des Augenlids)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Beim Ektropium ist ein Augenlid – meist das Unterlid – so nach außen gewendet, dass seine Innenseite zu sehen ist. Die Folge der Auswärtskehrung des Augenlids: Die Augen tränen oft und sind als Zeichen einer chronischen Bindehautentzündung (Konjunktivitis) gerötet und trocken.

Ein Ektropium ist meistens keine angeborene, sondern eine erworbene Fehlstellung des Augenlids. Die Ursachen hierfür können unterschiedlich sein – dementsprechend unterscheidet man bei einem nach außen gekehrten Augenlid mehrere Formen:

Ein Ektropium ist anhand der typischen Lidfehlstellung leicht zu diagnostizieren. Welche Behandlungsmaßnahmen gegen die Auswärtskehrung des Augenlids infrage kommen, hängt von deren Ursache ab. Kurzfristig eignen sich Salben oder Augentropfen, während sich ein Ektropium langfristig nur durch eine Operation korrigieren lässt – auch wenn das Augenlid nur leicht auswärts gekehrt ist. Hierbei sorgt der Operateur dafür, dass das Augenlid wieder am Augapfel anliegt.

Rechtzeitig behandelt hat das Ektropium eine gute Prognose: Je nach Ursache heilt es dann ohne Folgeschäden aus.

Damit ein Ektropium gar nicht erst entsteht, ist es grundsätzlich ratsam, Entzündungen der Bindehaut und der Lidränder sorgfältig zu behandeln. Außerdem ist es wichtig, nach Möglichkeit Verletzungen der Augen mit zu vermeiden.

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