Brustzysten: Häufig harmlos

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Brustzysten sind flüssigkeitsgefüllte, von einer Kapsel umgebene Geschwulste im Drüsengewebe der Brust. Zysten in der Brust können vereinzelt (Solitärzyste) auftreten, aber auch gehäuft vorkommen. Brustzysten können verschiedene Ursachen haben – meist sind sie harmlos.

Meistens verursachen Brustzysten keinerlei Beschwerden. Häufig fällt eine Zyste in der Brust allein bei Tastuntersuchungen beim Frauenarzt oder bei der Selbstuntersuchung der Brust auf. Manchmal tritt ein Sekret aus der Brustwarze (Mamille) aus – dies kann ein Anzeichen für eine Brustzyste, aber auch für andere Erkrankungen sein. Daher sollte ein solches Symptom immer von einem Arzt abgeklärt werden.

Besteht der Verdacht auf eine Brustzyste, wird der Arzt eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) der Brust durchführen. Manchmal sind weitere Untersuchungen notwendig, zum Beispiel eine Mammographie.

Häufig treten Brustzysten im Rahmen einer sogenannten Mastopathie auf. Eine Mastopathie ist eine gutartige Veränderung des Brustdrüsengewebes. Sie tritt vor allem bei älteren Frauen während beziehungsweise nach den Wechseljahren auf. Manchmal sind Brustzysten auch angeboren.

Meistens ist bei Brustzysten keine Behandlung notwendig. Bei einer großen Zyste in der Brust kann der Arzt diese über einen Nadelstich oder einen kleinen Schnitt entleeren. Falls Zysten immer wiederkehren, entfernt der Arzt sie im Ganzen – bei solchen Brustzysten kann auch ein bösartiger Tumor (Brustkrebs) als Ursache infrage kommen.

Hat der Arzt bei Ihnen Brustzysten festgestellt, ist es sinnvoll, diese vierteljährlich kontrollieren zu lassen. Dazu führt der Frauenarzt eine Ultraschalluntersuchung durch. Besteht der Verdacht, dass es sich bei einer Brustzyste um einen bösartigen Tumor handelt, oder ist sie sehr groß beziehungsweise kommt trotz wiederholter Entleerung immer wieder, wird der Arzt sie entfernen.

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