Krankhafte Brustdrüsen­sekretion

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Eine krankhafte Brustdrüsensekretion äußert sich durch Ausfluss aus der Brustdrüse (Mamille) außerhalb der Stillzeit. Die Ursachen sind vielfältig: So können etwa eine gutartige Veränderungen der Brustdrüse, eine Brustdrüsenentzündung oder gutartige Wucherungen dahinterstecken. Auch Brustkrebs kann sich durch eine verstärke Brustdrüsensekretion äußern.

Die krankhafte Brustdrüsensekretion zählt zu den sogenannten sezernierenden (= absondernden) Erkrankungen der Brustdrüse. Dabei kann die Brustwarze unterschiedliche Sekrete absondern.

Im Gegensatz zur krankhaften Brustmilchsekretion (Galaktorrhoe) handelt es sich bei der Brustdrüsensekretion um Absonderungen, die nicht milchiger Art sind.

Das Sekret kann ein- oder beidseitig aus der Brust austreten und dabei blutig, eitrig oder auch wässrig sein. Auch die Konsistenz kann unterschiedlich sein und dabei unterschiedliche Färbungen aufweisen – etwa durchsichtig, gelblich, grünlich oder bräunlich. In einigen Fällen ruft die Brustdrüsensekretion keine besonderen Beschwerden hervor und ist schmerzlos. Bei anderen betroffenen Frauen treten zusätzlich zur Brustdrüsensekretion Symptome auf wie:

Auch variiert die Menge an Sekret, je nach Ursachen der Brustveränderungen.

Meistens liegt der krankhaften Brustdrüsensekretion eine gutartige Veränderung der Brustdrüse (Mastopathie) zugrunde. Jedoch können sich auch eine Entzündung oder gut- oder bösartige Brusttumoren hinter einer solchen Brustdrüsensekretion verbergen. Die Sekretion aus der Brust ist also als Symptom und nicht als eigenständiges Krankheitsbild zu verstehen.

Tritt aus einer oder beiden Brustwarzen ein nicht-milchiges Sekret aus, ist es in jedem Fall sinnvoll, die Ursachen dafür von einem Arzt abklären zu lassen. Die genaue Untersuchung der Brust und der Brustwarze ist dabei genauso wichtig wie die Untersuchung des Sekrets auf Keime oder abnorme Zellen. Der Arzt lässt dazu eine Sekretprobe oder einen Abstrich im Labor untersuchen und gegebenenfalls eine Bakterienkultur anlegen. Eine Mammographie, Ultraschalluntersuchung und die genaue Kontrolle der Milchgänge können weiteren Aufschluss auf die Ursachen der Brustdrüsensekretion geben. Die Behandlungsmöglichkeiten und die Prognose beziehungsweise der Verlauf der Brustdrüsensekretion hängen von den jeweiligen Ursachen ab und sind damit sehr unterschiedlich.

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