Atemwegsinfektion

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Die Atemwegsinfektion zählt zu den häufigsten Erkrankungen beim Menschen. Dies hat anatomische Gründe: Die Atemwege (d.h. Mundhöhle, Nasenhöhle, Nasennebenhöhlen, Rachen, Kehlkopf, Luftröhre und Lunge) sind als offenes System Umwelteinflüssen besonders ausgesetzt – so können zum Beispiel Staub, Rauch, Abgase, Bakterien, Viren und Pilze leicht eindringen.

Eine Atemwegsinfektion kann an jeder Stelle der Atemwege entstehen. Dabei ist ein Infekt der oberen Atemwege (Nase, Nebenhöhlen und Rachenraum) deutlich häufiger als ein Atemwegsinfekt der unteren Atemwege (Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien und Lunge). Normalerweise ist der Körper allerdings vor solchen infektiösen Atemwegserkrankungen geschützt:

Jedoch können beispielsweise Infektionen oder Umweltbelastungen diese Abwehr schwächen – die mögliche Folge ist eine Atemwegsinfektion. Symptome und Verlauf können bei einem Atemwegsinfekt sehr unterschiedlich sein – entscheidend ist unter anderem die Frage, ob obere oder untere Atemwege betroffen sind und ob sich die Infektion ausbreitet: Infektiöse Atemwegserkrankungen und deren direkte Auswirkungen reichen von einer einfachen Erkältung über die akute Bronchitis bis hin zur Mittelohrentzündung (Otitis media), Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) und Mandelentzündung (Tonsillitis). Die infektiöse Lungenentzündung (Pneumonie) ist eine besonders schwere Form der unteren Atemwegsinfektion.

Außerdem kann eine Atemwegsinfektion akut (unvermittelt bzw. heftig) oder chronisch (langwierig bzw. dauerhaft) verlaufen. Akute infektiöse Atemwegserkrankungen lassen sich in der Regel gut behandeln beziehungsweise heilen nach einer Weile von selbst aus. Chronische Atemwegsinfekte sind dagegen häufig nicht heilbar und erfordern ein Leben lang eine begleitende medizinische Behandlung.

Um eine Atemwegsinfektion nach Möglichkeit zu verhindern, sind neben Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken-Infektionen folgende Maßnahmen empfehlenswert:

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