Androgenisierung (Vermännlichung)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel

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Unter dem Begriff Androgenisierung (Vermännlichung) versteht man alle Veränderungen bei einer Frau, die sich als Folge einer vermehrten Wirkung männlicher Hormone (den Androgenen) ausbilden.

Eine Androgenisierung kann sich durch verschiedene Symptome bei einer Frau bemerkbar machen, wie zum Beispiel:

Eine Androgenisierung kann verschiedene Ursachen haben:

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Mögliche Folge einer Androgenisierung: Geheimratsecken

Um bei einer Androgenisierung die Diagnose zu stellen, befragt der Arzt die Betroffene als Erstes und untersucht sie dann körperlich. Außerdem bestimmt er die Hormonwerte im Blut. Auch bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) können zum Einsatz kommen.

Bei einer Androgenisierung gibt es verschiedene Therapie-Möglichkeiten. Welche Behandlung infrage kommt, hängt davon ab,

Liegt zum Beispiel ein hormonproduzierender Tumor vor, wird dieser in der Regel operativ entfernt. Führen funktionelle Störungen zu den hormonellen Veränderungen, können bestimmte Wirkstoffe die Bildung oder die Wirkung der Androgene hemmen.

Meist handelt es sich bei einer Androgenisierung um länger andauernde Krankheitsverläufe – eine Therapie ist deshalb in der Regel über mehrere Jahre erforderlich.

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