Affektive Störungen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Von Manie bis Depression – affektive Störungen können sich ganz unterschiedlich äußern. Besonders häufig kommen depressive Episoden vor: Die Betroffenen fühlen sich freud- und interesselos, haben nur noch wenig Antrieb und leiden unter einer gedrückten Stimmung. Demgegenüber stehen Phasen, in denen eine Person grundlos euphorisch und übermäßig aktiv ist und dazu neigt, sich selbst zu überschätzen – man spricht dann von einer manischen Episode. Manische und depressive Episoden können sich abwechseln oder einzeln auftreten.

Affektive Störungen zeichnen sich dadurch aus, dass Gefühlszustände einer Person entweder übermäßig stark gehoben (manisch) und / oder gedrückt (depressiv) sind. Etwa jeder fünfte Mensch entwickelt einmal in seinem Leben eine affektive Störung – wobei die Depression häufiger vorkommt als die Manie.

Je nachdem, durch welche Stimmungslagen affektive Störungen gekennzeichnet sind, unterscheiden Ärzte verschiedene Verlaufsformen:

Meistens (in ca. zwei Drittel der Fälle) treten affektive Störungen als unipolare Depression auf. In den restlichen Fällen wechseln sich manische und depressive Phasen ab – nur vereinzelt treten Manien alleine auf. Insgesamt sind affektive Störungen häufig: Etwa 2 von 10 Menschen entwickeln im Laufe ihres Lebens eine affektive Störung.

Eine bipolar verlaufende affektive Störung entwickeln im Laufe ihres Lebens 3 bis 5 von 100 Menschen – das gilt für beide Geschlechter. Die meisten affektiven Störungen entstehen erst im Erwachsenenalter.

Die Ursachen für affektive Störungen sind vielfältig: Bei der Entstehung einer affektiven Störung spielen sowohl erbliche und psychologische Faktoren als auch biologische Veränderungen der Signalübertragung im Gehirn eine Rolle. Die Symptome einer affektiven Störung treten in der Regel phasenweise auf, wobei die manischen und / oder depressiven Zustände unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Für eine Depression sind vor allem folgende Symptome kennzeichnend:

Eine Manie äußert sich hingegen durch:

Neben der Stimmung beeinflussen affektive Störungen auch die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit: So können beispielsweise Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistungen beeinträchtigt sein. Typischerweise beginnen affektive Störungen als depressive Phasen, die mehrere Monate andauern und dann in beschwerdefreie oder manische Phasen übergehen. Bei unipolaren Depressionen treten durchschnittlich vier Erkrankungsphasen im Leben auf, der Verlauf kann sich jedoch stark unterscheiden. Entscheidend für den Verlauf affektiver Störungen ist es, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Unabhängig davon, ob eine unipolare oder bipolare affektive Störung vorliegt, sind zur Therapie in erster Linie eine Psychotherapie und unterstützende Medikamente geeignet. Ergänzend können gegen affektive Störungen, je nach Auslöser und Ausprägung der Erkrankung, beispielsweise auch eine Lichttherapie oder Schlafentzug sowie eine Beschäftigungs- oder Arbeitstherapie zum Einsatz kommen.

Je früher die Therapie bei affektiven Störungen einsetzt, desto günstiger ist die Prognose.

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