Schwanger werden: 12 Tipps & Tricks

Veröffentlicht von: Wiebke Raue

Jupiterimages/iStockphoto
Anzeige

Die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, hängt von vielen Einflüssen ab. Während sich manche Paare schon nach kurzer Zeit auf Nachwuchs freuen können, dauert es bei anderen wesentlich länger, bis der Schwangerschaftstest positiv ausfällt. Welche Tipps & Tricks helfen, um schwanger zu werden?

Eine geschlechtsreife Frau kann jeden Monat nur innerhalb eines kurzen Zeitraums schwanger werden. Daher kann es hilfreich sein, wenn Sie möglichst genau wissen, wann Sie Ihre fruchtbaren Tage haben. Nach dem Eisprung bleibt die Eizelle etwa 24 Stunden lang befruchtungsfähig. Da Spermien im weiblichen Körper rund 48 Stunden überleben, ist es optimal, wenn Sie in den Tagen vor dem Eisprung bis zum Eisprung Geschlechtsverkehr haben.

Unabhängig davon, wie viel Sex man während der fruchtbaren Tage hat, kann es unterschiedlich lange dauern, bis Frauen schwanger werden. Viele verschiedene Faktoren beeinträchtigen die Fruchtbarkeit. Einige davon können Sie aktiv beeinflussen.

12 Tipps & Tricks, um schwanger zu werden:

  1. Entspannt angehen: Setzen Sie sich nicht unter Druck, sofort schwanger werden zu müssen. Es ist wichtig, dass Leidenschaft und Spontaneität trotz penibel ausgerechneter "Bestzeit" nicht zu kurz kommen. Eine entspannte Haltung und Genussfähigkeit sind gute Voraussetzungen, damit es mit dem Kinderwunsch klappt.
  2. Keine Chance dem Stress: Leichter gesagt als getan, aber versuchen Sie, körperlichen und psychischen Stress zu vermeiden oder auszugleichen. Stress kann sich negativ auf den weiblichen Zyklus auswirken und beim Mann die Produktion von Samen hemmen. Planen Sie beispielsweise gezielte Ruhepausen in Ihren Alltag ein. Hilfreich kann eine Entspannungsmethode sein, etwa Meditation oder progressive Muskelentspannung.
  3. Ausreichend schlafen: Wenn Sie schwanger werden möchten, sollten Sie den Schlaf nicht vernachlässigen. Schlafmangel, unregelmäßige Schlafenszeiten oder Schichtarbeit können den Hormonhaushalt durcheinanderbringen und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
  4. Ausgewogen ernähren: Für Sie und Ihren Partner sollten reichlich Vitamine und Mineralstoffe auf dem Speiseplan stehen.
  5. Koffein in Maßen: Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee oder Tee sind erlaubt – solange es nicht mehr als ein oder zwei Tassen sind. Zu viel Koffein kann sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken.
  6. Bewegung ist Trumpf: Treiben Sie regelmäßig leichten Sport. Körperliche Bewegung regt den Kreislauf an, senkt den Stress-Level und erhöht die Fruchtbarkeit. Aber übertreiben Sie es nicht: Hochleistungssport und schwere körperliche Arbeit senken die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden.
  7. Nicht zu viel Alkohol: Vermeiden Sie übermäßigen Alkoholgenuss, besonders in der sensiblen Phase zwischen Befruchtung und Einnistung der Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut.
  8. Vorsicht, Gleitmittel: Viele handelsübliche Gleitmittel und Intimpflegeprodukte enthalten Substanzen, die Spermien abtöten oder aufhalten können.
  9. Regelmäßiger Zyklus: Bei einem unregelmäßigen Zyklus werden manchmal pflanzliche Präparate wie Mönchspfeffer, auch "Keuschlamm" genannt, eingesetzt. Fragen Sie dazu Ihren Frauenarzt.
  10. Weg mit der Zigarette: Sowohl Sie als auch Ihr Partner sollten aufs Rauchen verzichten. Bei Frauen kann Tabakkonsum die Fruchtbarkeit einschränken und zu Störungen des Zyklus führen, bei Männern reduziert er die Qualität der Spermien.
  11. Normalgewicht: Für stark übergewichtige Frauen ist es schwieriger, schwanger zu werden. Wenn Sie Übergewicht haben, versuchen Sie, dieses durch viel Bewegung und eine ausgewogene Ernährung zu reduzieren. Verzichten Sie auf radikale Abmagerungskuren, da dem Körper sonst wichtige Nährstoffe fehlen könnten. Ebenso ungünstig wie starkes Übergewicht ist extremes Untergewicht!
  12. Vorsicht bei Medikamenten: Manche Arzneimittel können die Fruchtbarkeit beeinflussen. Besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt, welche Medikamente Sie ohne Bedenken einnehmen können, wenn Sie schwanger werden möchten.

Faktor Folsäure

Ebenfalls zu empfehlen ist die Einnahme von Folsäure, wenn eine Frau schwanger werden möchte. Folsäure steigert zwar nicht die Fruchtbarkeit, sollte jedoch mindestens vier Wochen vor einer Schwangerschaft vermehrt zugeführt werden.

Der Grund: Folsäure wird bereits in einem frühen Entwicklungsstadium des Fötus benötigt, um Fehlbildungen des zentralen Nervensystems wie eine Spina bifida (offener Rücken) zu verhindern. Gute Quellen für Folsäure sind grünes Blattgemüse, Leber, Linsen, Brokkoli oder hart gekochte Eier. Um sicherzugehen, sollten Sie auf Folsäurepräparate in Tablettenform zurückgreifen: und zwar täglich 400 Mikrogramm zusätzlich zu einer folatreichen Ernährung.

Bestimmte Geschlechtskrankheiten wie eine Chlamydien-Infektion können zu Unfruchtbarkeit führen. Lassen Sie sich im Zweifelsfall von Ihrem Frauenarzt untersuchen.

Wenn es nicht klappen mag

Wenn Sie nicht innerhalb eines Jahres schwanger werden, sollten Sie die Ursache hierfür von Ihrem Frauenarzt abklären lassen. Auch bei chronischen Erkrankungen wie etwa Diabetes sollten Sie einen Kinderwunsch mit Ihrem Arzt besprechen.

Anzeige