Sprachentwicklung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

Banana Stock/Babys Path
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Schon das ungeborene Kind reagiert im Mutterbauch auf die Stimme seiner Mutter – und lernt den Sprachklang seiner Muttersprache kennen. Säuglinge schreien in einem Tonfall, der je nach Ursprungsland unterschiedlich ist. Die Sprachentwicklung beginnt also bereits im Mutterbauch.

Für verschiedene Bedürfnisse verfügen Säuglinge außerdem über verschiedene Arten zu weinen. Nach und nach versuchen sie dann, auch auf andere Art mit ihrer Umwelt Kontakt aufzunehmen: Über Blubbern, Brabbeln, Glucksen und Quieken. Aus diesen ersten Lauten werden mit der Zeit Silben und Töne – besonders gut und gerne ahmen Kleinkinder zunächst Tierstimmen nach.

Neben der Sprachentwicklung wird automatisch das Sprachverständnis geschult. Kleinkinder verstehen schon früh viel mehr, als sie selber äußern können, haben also einen größeren passiven als aktiven Wortschatz.

Die meisten Eltern reagieren auf das Brabbeln und Lallen eines Säuglings automatisch mit der sogenannten Babysprache (auch: Ammensprache), und das ist gut so! Keine Sorge: Um sich mit Ihrem Baby zu unterhalten, können Sie sich ruhig zum Clown machen. Babys lieben es, wenn sie merken, dass ihr Gegenüber sie "versteht" und entsprechend reagiert, und sie werden versuchen, ihrerseits das Gehörte zu wiederholen.

Wenn Sie Ihrem Baby den Alltag erklären – das gilt auch später im Kleinkindalter –, sollten Sie aber richtig mit Ihrem Kind sprechen.

Besonders schön für Kleinkinder ist es außerdem, die gleichen Bilder und Geschichten immer und immer wieder anzusehen und zu hören, auch wenn es Ihnen dabei mit der Zeit langweilig wird. Doch durch die Wiederholung wird die Sprachentwicklung gefördert.

Wie kann ich mein Kind bei der Sprachentwicklung unterstützen?
Ganz einfach:

  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind!
  • Schauen Sie gemeinsam Bilderbücher an und kommentieren Sie die Bilder in einfachen Worten, oder denken Sie sich eigene Geschichten aus.
  • Kommentieren Sie alles, was Sie tun, so alltäglich es Ihnen auch erscheinen mag ("Jetzt creme ich dich ein.", "Wir gehen spazieren.").
  • Sprechen Sie schon mit Ihrem Säugling, als könne er antworten ("Hast du Hunger? Ich mache dir etwas zu essen.").
  • Korrigieren Sie Sprachanfänger nicht! Geben Sie zu verstehen, dass Sie Ihr Kind verstanden haben, und wiederholen Sie das Gesagte in der korrekten Form ("Mama Bot esst." "Ja, ich habe ein Brot gegessen". / "Bu aben." "Möchtest du das Buch haben?") – aber vermeiden Sie es, das Kind für falsch Gesagtes zu rügen beziehungsweise ihm zu vermitteln, dass es falsch spricht. Das kann dazu führen, dass es sich scheut, in ihrer Gegenwart zu sprechen.
  • Hören Sie zu! Lassen Sie Ihrem Kind Zeit, auch wenn es sich schwer tut, einen vollständigen Satz auszusprechen. Sprechen Sie Sätze nicht für das Kind zu Ende, wenn es Ihnen nicht schnell genug geht.
  • Machen Sie sich über Fehler nicht lustig.
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