Kindersport

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

iStock
Anzeige

Besonders für Kinder ist es wichtig, sich ausreichend zu bewegen. Das bedeutet jedoch nicht gleichzeitig, dass sie einer bestimmten Sportart nachgehen müssen. Bevor ein bestimmter Kindersport erlernt und ausgebaut wird, muss das Kind eine gewisse Beweglichkeit und Reife erlangt haben.

Bis etwa zum achten Lebensjahr sollten sich Kinder eher spielerisch bewegen, da bis dahin Bewegung vorwiegend dem Zweck dient, kognitive, motorische und soziale Fähigkeiten aufzubauen. Häufig ist es möglich, dabei den Grundstein für eine spätere Sportart zu legen. Dabei sollte jedes Kind nach seinen Fähigkeiten gefördert werden und nicht zu einer Disziplin gedrängt werden, die ihm nicht liegt.

Viele Sportvereine bieten zu diesem Ziel Kindersport-Kurse an, welche Kinder spielerisch an eine Sportart heranführen, häufig gemeinsam mit den Eltern.

Kinderturnen

Kinderturnkurse und Tanzgruppen machen schon den Kleinsten Spaß. Hier wird Ihnen keine große körperliche Leistung abverlangt. Kinderturnen und Tanzen dienen bei Kleinkindern lediglich dazu, den eigenen Körper und die eigenen motorischen Fähigkeiten spielerisch kennen zu lernen und Dinge wie Balance, Klettern, Hüpfen und andere zu üben oder zu erlernen. Außerdem lernen Sie, in der Gruppe zu agieren und Rücksicht auf die anderen zu nehmen.

In fast allen Städten werden neben Krabbelgruppen auch Turnkurse für kleine Kinder angeboten. Das Programm ist meist eine bunte Mischung aus Sing-, Tanz- und Bewegungsspiel. Zum Einsatz kommen Bälle, Tücher, gepolsterte Kisten und Bänke. Dicke weiche Matten bewahren die Kleinen davor, sich beim Fallen wehzutun.

Sportarten

Um die sportlichen Interessen und Fähigkeiten eines Kindes herauszufinden, können Eltern bei vielen Sportvereinen mit ihren Kindern schon im Vorschulalter an Gruppenkursen teilnehmen. Grundsätzlich können Kinder jede Sportart ausüben, die ihnen liegt und zu der sie körperlich in der Lage sind. Das können Gruppensportarten in Vereinen sein oder Einzelsportarten, die im Verein oder selbstständig in der Freizeit ausgeübt werden.

Generell gilt: Sport sollte für Kinder eine ausgewogene Mischung sein, da Stereotypen schnell langweilig werden und einseitig belasten.

Beliebte Sportarten sind zum Beispiel:

Bei manchen Sportarten bietet es sich geradezu an, diese schon als Kind zu erlernen. Erwachsenen fällt es zum Beispiel meist schwerer als Kindern, das Schwimmen zu lernen. Daher bietet es sich an, schon früh auf spielerische Weise erste Erfahrungen mit dem Wasser zu sammeln. In speziellen Schwimmkursen erlernen die Jüngsten nicht nur die richtige Schwimmtechnik – sie haben meist auch jede Menge Spaß daran, im Wasser zu toben.

Krafttraining für Kinder

Krafttraining, etwa im Fitness-Studio, ist für Kinder nicht schädlich, solange es sich in einem gewissen Rahmen bewegt. Gezieltes Muskeltraining kann Haltungsschäden vorbeugen oder verbessern und allgemein zur Gesundheit beitragen. Jedoch sollten Kinder kein Training mit dem Ziel betreiben, möglichst viel Gewicht stemmen zu können (Gewichtheben, Power-Lifting), da dies in der Wachstumsphase mehr schaden als helfen kann.

Das Krafttraining für Kinder unterscheidet sich deutlich vom Training für Erwachsene, da der Körper im Wachstum andere Anforderungen stellt als der Körper eines ausgewachsenen Menschen. Wer sein Kind im Fitness-Studio trainieren lassen möchte, sollte sich daher vorher genau erkundigen, ob dieses auf Training für Kinder und Jugendliche ausgelegt ist und ob entsprechende Betreuer zur Verfügung stehen. Krafttraining sollte frühestens mit zehn Jahren, besser erst um das 15. Lebensjahr begonnen werden.

Im Idealfall stellt das Krafttraining nur einen Teil der sportlichen Aktivitäten des Kinds dar und ist in ein größeres Sportprogramm eingebettet.

Anzeige