Spielzeug: Spielzeug nach dem zweiten Geburtstag

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

iStock
Anzeige

Ihr Kind wird mit jedem Tag fingerfertiger, beweglicher, selbstständiger – auch wenn es noch längst nicht alles kann, was es gerne möchte. Geben Sie Ihrem Kind deshalb am besten Spielzeug, das seinen Interessen und aktuellen Fähigkeiten entspricht. Umso lustvoller und intensiver wird es damit spielen. So könnte ein erstes einfaches Bilderpaarsuche-Spiel oder ein Bilderlotto Ihrem Kind nun Spaß machen.

Auch Puzzles werden immer interessanter. Die einfachsten Puzzles bestehen aus Motivteilen, die in entsprechende Auslassungen eingefügt werden oder aus wenigen, aber großen Teilen.

Knete, beispielsweise zum Rollen von Würsten, macht vielen Kindern nach dem zweiten Geburtstag Freude.

Musik- und Märchenkassetten werden nun auch immer interessanter. Besonders lustige Bewegungslieder oder einfache, nicht Angst machenden Geschichten können Ihr Kind begeistern.

Fingerfarben, Wachsmalkreide, Krepp-Papier und andere Dinge zum Malen und Basteln können nun für Ihr Kind attraktiv werden. Beachten Sie, dass auch Kinder nach dem zweiten Geburtstag noch vieles in den Mund stecken – die Farben sollten daher für Kinder dieses Alters geeignet sein.

Bausteine

Bausteine, ob aus Plastik zum Zusammenstecken oder aus Holz zum Stapeln, sind für Kinder interessant, sobald sie Dinge greifen können. Zunächst werden Bausteine hintereinander aufgereiht, später gestapelt und mit der Zeit in zahlreichen Varianten zusammengesteckt oder anders kombiniert.

Konstruktionsspiele aller Art schulen die Auge-Hand-Koordination Ihres Kindes und fördern seine spielerische Lust, etwas Vorzeigbares entstehen zu lassen.

Nicht zuletzt kann Ihr Kind mit bunten Bausteinen die Grundfarben, Formen und später und auch erste Zahlen kennen lernen, wenn Sie es zum Beispiel bitten, Ihnen zwei rote runde Steine zu geben.

© Jupiterimages/Goodshoot
Mit Bausteinen lässt es sich herrlich spielen!

Bilderpaarsuche

Kinder lieben Kartenlegespiele, wie zum Beispiel die Bilderpaarsuche, bei der man ein Bildpaar aus einem Haufen umgedrehter Karten finden muss – auch wenn es nicht stimmt, dass die Gedächtnisleistungen der Kleinen denen der Großen deutlich überlegen sind.

Im Allgemeinen hat ein etwa dreijähriges Kind gegen ein sechsjähriges keine Chance, das sich wiederum gegen ein zwölfjähriges sehr schwer tut. Aber um Siegen und Verlieren sollte es bei der Bilderpaarsuche am Anfang auch gar nicht gehen. Kleinkinder müssen erst noch lernen, dass es keine Niederlage bedeutet, wenn sie bei einem Spiel verlieren.

Beim Bilderpaarsuche-Spiel trainiert Ihr Kind auf spielerische Weise, Bilder bestimmten Orten zuzuordnen, Gesehenes zu behalten, wiederzuerkennen, danach zu suchen und es wiederzufinden. Doch schult die Bilderpaarsuche nicht nur das Gedächtnis. Es führt Ihr Kind auch ein in die Welt der Spielregeln, die für alle gelten, die am Spiel teilnehmen: Es darf jedes Mal nur eine festgelegte Anzahl an Karten aufgedeckt werden, man muss die Karten wieder umdrehen, darf nicht ihre Position verändern und es geht immer reihum – für etwa Dreijährige mitunter ganz schön schwer einzusehen.

Es empfiehlt sich, möglichst stabile Bildkarten mit einfachen, schnell erkennbaren Motiven anzuschaffen. Vielleicht beginnen Sie mit vier Pärchen, um die Anzahl mit der Zeit zu erhöhen. Tut sich Ihr Kind noch ein wenig schwer, ist es möglicherweise besser, das Spiel ein paar Monate später einzuführen. Zu viele Misserfolgserlebnisse könnten den Spaß Ihres Kinds am Spiel verderben.

Puzzle

Im Alter von etwa zwei Jahren können Kinder einfache Puzzles aus etwa zehn Teilen zusammensetzen. Puzzles schulen nicht nur die Feinmotorik der Hände sowie die Auge-Hand-Koordination. Mit Puzzles lernen Kinder auch, dass ein Ganzes aus verschiedenen Einzelheiten bestehen kann. Puzzeln fördert daher das abstrakte Denken Ihres Kindes, wenn es anhand eines Einzelteils errät, erahnt oder bereits vorwegnimmt, wo das betreffende Teil seinen Platz im Ganzen findet.

Es empfiehlt sich, zunächst Puzzles aus Holz anzuschaffen, da Kleinkinder die dickeren Einzelteile besser anfassen können. Auch sollten die Puzzles anfangs nicht mehr als drei oder sechs Teile haben, sodass sich das Motiv rasch erfassen lässt. Lassen Sie Ihr Kind möglichst lange ausprobieren, ob und wie ein Teil ins Ganze passt. Helfen Sie ihm erst, wenn es Sie darum bittet.

© Jupiterimages/Comstock Images
Fördert das abstrakte Denken: Puzzeln.

Anzeige