Bewegung im Alltag

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen

Jupiterimages/Pixland
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Kinder haben einen natürlichen Drang sich zu bewegen. Allein daran ist bereits zu erkennen, dass Bewegung wichtig für die Entwicklung des Kindes ist und darum unter allen Umständen unterstützt werden sollte.

Dabei muss nicht immer aktiv mit dem Kind gespielt werden. Mit ein bisschen Fantasie ist es nicht schwer, Bewegungsspiele in den Alltag einzubauen oder Kinder zum Spielen anzuregen. Klassiker wie Seilspringen, Hüpfekästchen, Fangen oder Verstecken kommen dabei nie aus der Mode. Und Außerplanmäßiges, wie Schnitzeljagden oder Ausflüge mit der ganzen Familie, bringt Spaß und fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Bewegungsdrang

Gerade in der heutigen Zeit verbringen Kinder zu viele Stunden unbewegt. Anstatt sie zum Spielen anzuregen oder ihren Bewegungsdrang zu fördern, ist es oftmals leichter, ein Kind beim “Babysitter“ Fernseher abzugeben. Dabei ist Spielen für die Entwicklung der motorischen, geistigen und sozialen Fähigkeiten außerordentlich wichtig.

Ein Kind, das nicht spielen darf, verkümmert.

Auch wenn es im Alltag oft so scheint, dass für die mehreren Stunden Bewegung pro Tag, die ein Kind benötigt, einfach keine Zeit mehr bleibt: Mit ein bisschen Elan können kleinere und größere Kinder ganz leicht spielerisch in den Alltag eingebunden werden. Die Bewegungsentwicklung hängt eng mit der Entwicklung von Intelligenz und Selbstständigkeit zusammen. Kinder, deren Eigenaktivität gefördert wird, schneiden auch in Intelligenztests besser ab.

Bewegungsspiele

Bewegungsspiele können ganz leicht in den Alltag eingebaut werden. Hat man erst einmal angefangen, entwickeln sich neue Spielideen plötzlich ganz von selbst. Der Fantasie von Eltern und Kind sind keine Grenzen gesetzt.

Wäscheaufhängen

Lassen Sie Ihr Kind dabei helfen, die Wäsche aufzuhängen, auch wenn das am Anfang holprig ausfällt. Übung macht den Meister, und wenn sie es einfach machen lassen, verliert es auch nicht den Spaß an der Sache.

Beim Wäscheaufhängen können Sie es zum Beispiel zur Aufgabe machen, die passenden Socken zu finden, so lange, bis keine mehr übrig sind. Dabei finden Kinder schnell neue Kategorien, nach denen man die Wäsche ordnen könnte. Lange oder kurze Kleidungsstücke oder Sachen, die der Mutter, dem Vater oder den Geschwistern gehören.

Treppensteigen

Anstatt die Treppe einfach hinauf oder hinunter zu gehen, kann man auch von Stufe zu Stufe springen. So kann man gleich ein kleines Fitness-Programm absolvieren. Kleine Wettbewerbe machen Spaß: Wer schafft es, vier, fünf oder mehr Stufen lang hintereinander zu hüpfen?

Als Variation und je nach Alter des Kindes kann man mal auf dem einen, mal auf dem anderen Bein hüpfen oder mit beiden Beinen gleichzeitig. Welche Möglichkeiten fallen Ihnen und Ihrem Kind noch ein?

Flurhockey

Mit einem Tennisball und Kochlöffeln, Regenschirmen oder Ähnlichem kann man leicht ein Hockey-Match ausführen! Pappkartons an jedem Ende sind das Tor – gar nicht so leicht, den Ball über den Boden ins Ziel zu bringen.

Hochwasser

Wie könnte man trockenen Fußes durch die Wohnung gelangen, wenn die Waschmaschine ausgelaufen wäre? Rein hypothetisch natürlich. Ganz klar, Bierdeckel oder Papier können trockene Stellen darstellen. Jeder bekommt zehn Stück davon und muss diese nun günstig legen, um etwa vom Bad in die Küche zu kommen oder umgekehrt. Wer mag, kann anderen natürlich gern mit “trockenen Stellen“ aushelfen.

Balancespiele

Lassen Sie Ihr Kind möglichst häufig an Mauern, auf Möbelstücken oder an anderen Gegenständen hochklettern und wieder herunterspringen. Ihr Kind wird Ihnen sagen, bei welcher Sprunghöhe es sich noch sicher genug fühlt, um auf beiden Füßen zu landen. Ansonsten sichern Sie es ab.

Lustig ist auch, auf alle möglichen Arten zu gehen: Auf nackten Zehenspitzen, den Innen- und Außenkanten der Füße, watschelnd in der Hocke oder hüpfend. Mit einiger Wahrscheinlichkeit werden Sie und Ihr Kind eine Menge Spaß miteinander haben.

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