Kinderängste

Veröffentlicht von: Wiebke Raue

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Ob vor Monstern, vor der Dunkelheit oder vor Fremden: Kinderängste sind vielfältig und für Erwachsene manchmal schwer nachzuvollziehen. Doch wer Kinderängste nicht ernst nimmt und die Kleinen zur Unerschrockenheit verpflichtet, erreicht in aller Regel das genaue Gegenteil – denn unter Druck wächst die Angst oft ins Unendliche.

Viele Kinderängste treten typischerweise in einem bestimmten Entwicklungsalter auf – und so schnell sie gekommen sind, so rasch verschwinden sie meist auch wieder, wenn das Kind älter wird. Dennoch sollte man die aktuellen Ängste des Sprösslings nicht unter den Teppich kehren.

Während Kinder gegen Ende ihres ersten Lebensjahrs häufig Ängste vor fremden Menschen und Gegenständen sowie vor lauten Geräuschen entwickeln, sind es bei Kindern zwischen etwa vier und sechs Jahren oft Monster, Geister oder Gespenster, vor denen sich die Kleinen fürchten. In der Grundschule beziehen sich Kinderängste nicht selten darauf, in der Schule zu versagen oder von den Mitschülern nicht akzeptiert zu werden.

Was tun?

Es macht keinen Sinn, Kindern Ängste ausreden zu wollen, sei es vor Spinnen, Hunden, der Dunkelheit, fremden Menschen, lauten Autos, dem Wasser, der Rutsche oder dem Klettergerüst, anderen Kindern, kleinen und großen Vögeln oder der netten Bäckersfrau.

Kinderängste sind bis zu einem gewissen Maß völlig normal und gehören zur gesunden Entwicklung eines Kindes dazu. Wenn Ängste aber so stark werden, dass sie den Alltag beeinträchtigen oder das Kind stark darunter leidet – etwa in Form von Alpträumen – sollten Sie sich ärztlichen Rat holen. Erste Anlaufstelle kann hier der Kinderarzt sein! Er kann beurteilen, ob die Ängste Ihres Kindes behandlungsbedürftig sind oder nicht.

Das können Sie tun, um Ihrem Kind zu helfen:

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Kinderängste sind bis zu einem gewissen Maß ganz normal!

Insbesondere Jungen haben oft mutiger zu sein, als es ihrem inneren Erleben entspricht, weil Angsthaben als unmännlich gilt. Mädchen hingegen laufen eher Gefahr, zu sehr behütet und zu wenig herausgefordert zu werden. Das eine wie das andere wird keinem der beiden gerecht. Besser wäre es, jedem Kind, gleich welchen Geschlechts, bei der Erkundung der Welt und ihrer Gefahren, ein eigenes Tempo zu lassen – mal forsch, mal furchtsam, mal mutig, mal vorsichtig. Und nie sollte es an Zutrauen oder Trost fehlen.

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