Hepatitis-A-Impfung

Veröffentlicht von: Wiebke Raue

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Eine Hepatitis-A-Impfung ist vor allem für Personen wichtig, deren Ansteckungsrisiko erhöht ist. Dazu zählen zum Beispiel Reisende, die in Regionen mit mangelhaften hygienischen Verhältnissen unterwegs sind. Aber auch Menschen mit chronischen Lebererkrankungen sollten an eine Hepatitis-A-Impfung denken.

Hepatitis A ist eine Leberentzündung, die durch das Hepatitis-A-Virus hervorgerufen wird. Besonders häufig gelangt das Virus durch verunreinigte Lebensmittel oder verseuchtes Trinkwasser in den Körper.

In den meisten Fällen klingen die Symptome einer Hepatitis A folgenlos wieder ab. Selten können jedoch Komplikationen auftreten, die lebensbedrohlich sein können. Vor allem für Menschen, deren Leber durch andere Vorerkrankungen bereits geschädigt ist, kann Hepatitis A eine Gefahr darstellen.

Für wen kommt eine Hepatitis-A-Impfung infrage?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt folgenden Personengruppen, sich gegen Hepatitis A impfen zu lassen:

Wie läuft die Hepatitis-A-Impfung ab?

Der Arzt verabreicht eine Hepatitis-A-Impfung 

Für einen vollständigen Impfschutz sind meist zwei Impfdosen im Abstand von sechs bis 12 Monaten nötig – bei der Hepatitis A- und B-Kombinationsimpfung benötigt man drei Impfdosen.

Etwa 12 bis 15 Tage nach der ersten Impfdosis bilden sich Antikörper im Blut, die gegen das Hepatitis-A-Virus gerichtet sind und vor der Erkrankung schützen. Da es nach der Ansteckung mit Hepatitis A circa 25 bis 30 Tage dauert, bis die Viren Schaden anrichten können, kann der Arzt also auch noch kurz vor einer geplanten Reise impfen – dem Körper bleibt genug Zeit, um einen wirksamen Schutz aufzubauen.

Die Hepatitis-A-Impfung ist zuverlässig und die meisten Menschen vertragen sie gut. Der Impfschutz hält bei Erwachsenen mindestens zwölf Jahre an; Schätzungen zufolge sogar über 25 Jahre oder lebenslang.

Postexpositionelle Prophylaxe: Krankheitsausbruch verhindern

Personen, die engen Kontakt zu einem Erkrankten hatten, können sich nachträglich noch gegen Hepatitis A impfen lassen. Zusammen mit der ersten Hepatitis-A-Impfung erhält der Betroffene dann ein Immunglobulinpräparat mit speziellen Antikörpern.

Die postexpositionelle Prophylaxe ist bis zu 14 Tage nach der möglichen Ansteckung möglich. Sie kann das Risiko für den Ausbruch der Erkrankung deutlich senken, aber nicht immer verhindern.

Insbesondere Menschen, deren Risiko für Komplikationen hoch ist, wird eine solche postexpositionelle Prophylaxe empfohlen.

Wer übernimmt die Kosten für die Hepatitis-A-Impfung?

Sind Sie aufgrund Ihrer beruflichen Tätigkeit besonders gefährdet, sich mit Hepatitis A anzustecken, übernimmt in der Regel Ihr Arbeitgeber die Kosten für die Impfung.

Handelt es sich um eine Impfung vor einer Urlaubsreise, müssen Sie die Kosten oft selbst tragen. In manchen Fällen zahlt auch die gesetzliche Krankenkasse. Erkundigen Sie sich am besten vor Ihrer Reise bei Ihrer Kasse, inwieweit sie die Kosten deckt.

Hepatitis A: Weitere Informationen

Onmeda-Lesetipps:

Quellen:

Reiseimpfungen. Gut geschützt die Welt entdecken. Online-Broschüre des Centrums für Reisemedizin: www.crm.de (Abrufdatum: 29.8.2017)

Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut. Epidemiologisches Bulletin 34/2017 (Stand: 24.8.2017)

Schutzimpfung gegen Hepatitis A: Häufig gestellte Fragen und Antworten. Online-Informationen des Robert Koch-Instituts: www.rki.de (Stand: 24.4.2017)

Aktualisiert am: 28.8.2017

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