FSME-Impfung: wirksamer Schutz vor FSME

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel

Jupiterimages/iStockphoto
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FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine Infektionskrankheit, die durch Zecken übertragen wird. Einen sicheren Schutz bietet die FSME-Impfung.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die FSME-Impfung allen Personen, die in FSME-Risikogebieten leben und zum Beispiel häufiger in der Natur sind oder durch ihren Beruf in solchen Gebieten ein erhöhtes Risiko haben (z.B. Forstarbeiter). Auch bei Reisen in solchen Regionen oder in FSME-gefährdeten Ländern sollte man rechtzeitig an eine FSME-Impfung denken.

Aktuell zählen in Deutschland folgende Bundesländer zu den FSME-Risikogebieten:

Bei der FSME-Impfung handelt es sich um eine aktive Immunisierung gegen FSME, das heißt, sie erfolgt mithilfe von abgetöteten (inaktivierten) FSME-Viren. Diese regen den Körper dazu an, Antikörper gegen die FSME-Viren zu produzieren – ohne jedoch selbst eine Erkrankung auszulösen. In der Regel injiziert der Arzt den Impfstoff bei den Betroffenen in die Muskulatur des Oberarms. Sofern notwendig können sich auch schwangere und stillende Frauen gegen FSME impfen lassen.

Hinweis: Die FSME-Impfung schützt nicht vor der ebenfalls durch Zecken übertragenen Borreliose.

Konventionelles Impfschema

Beim konventionellen Impfschema erfolgen die ersten beiden Impfungen im Abstand von ein bis drei Monaten, die dritte FSME-Impfung je nach Impfstoff-Hersteller fünf bis zwölf Monate beziehungsweise neun bis zwölf Monate nach der zweiten Impfung. Der Impfschutz setzt etwa zwei Wochen nach der zweiten Impfung ein und hält mindestens drei Jahre an.

Schnellimmunisierung

Ist ein schneller Impfschutz nötig, kann eine Schnellimmunisierung erfolgen. Auch bei einer Schnellimmunisierung setzt der Impfschutz etwa zwei Wochen nach der zweiten Impfung ein.

Je nach Impfstoff unterscheidet sich das Impfschema etwas. Beim ersten Präparat impft man an den Tagen 0 und 14 (Impfschema 0-14). Die Grundimmunisierung ist damit abgeschlossen.

Beim zweiten Präparat erfolgen die ersten beiden Impfungen im Abstand von einer Woche, die dritte Impfung zwei Wochen nach der zweiten Spritze (Impfschema 0-7-21). Der Abschluss der Grundimmunisierung erfolgt hier aber – wie beim konventionellen Impfschema – erst 12 bis 18 Monate später.

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