Schwarzer Tee

Veröffentlicht von: Wiebke Raue

Jupiterimages/iStockphoto
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Schwarzer Tee ist der Favorit unter den Teesorten. Ob morgens oder abends, ob kräftig oder mild, ob gezuckert oder pur: Bei einer Tasse heißem Tee kann man einfach mal abschalten. Aber welche Effekte hat schwarzer Tee auf die Gesundheit?

Wie alle "echten" Teesorten besteht schwarzer Tee aus den getrockneten Blättern des Teestrauchs (Camellia sinensis). Er wird in China, Indonesien und Sri Lanka als Kulturpflanze angebaut und auch aus diesen Ländern exportiert.

Schwarzer Tee – auch Schwarztee genannt – ist der absolute Klassiker, der bei vielen Menschen beliebt ist. Etwa 75 Prozent aller geernteten Teeblätter werden hierzulande zu Schwarztee verarbeitet. Ob aus Teeblättern grüner, weißer, Oolong-Tee oder eben schwarzer Tee entsteht, richtet sich nach der Weiterverarbeitung.

Schwarzer Tee zeichnet sich – im Gegensatz zu anderen Teesorten des Teestrauchs – dadurch aus, dass er vollständig "fermentiert" ist. Der im diesem Zusammenhang verwendete Begriff Fermentation ist jedoch nicht ganz korrekt – denn eigentlich handelt es sich um eine Oxidation: Für die Herstellung bricht man die Zellwände der Teeblätter auf. Dadurch reagieren (oxidieren) verschiedene Inhaltsstoffe zusammen mit Sauerstoff zu Aromastoffen und sogenannten Polyphenolen. Bei einer echten Fermentation würden Mikroorganismen oder Enzyme bewirken, dass bestimmte Stoffe in andere umgewandelt werden. Dies ist jedoch bei der Teeproduktion nicht der Fall.

Schwarzer Tee: Vom Teeblatt zum Getränk – die traditionelle Variante

So wird schwarzer Tee hergestellt:

  1. Welken: Zunächst lässt man die geernteten frischen Pflanzenteile eine Zeit lang welken. Dadurch werden sie weicher und lassen sich leichter verarbeiten.
  2. Rollen: Anschließend werden die Pflanzenteile mithilfe einer Maschine gerollt. Der Grund: Durch das Rollen brechen die Zellwände der Teeblätter auf. In Verbindung mit Sauerstoff beginnt nun die Fermentation.
  3. Fermentieren: Danach bewahrt man den Tee in einer Gärkammer auf (Fermentation). Der Schwarztee entwickelt nun seinen charakteristischen Geschmack.
  4. Trocknen: Zum Schluss wird schwarzer Tee bei etwa 90 bis 95 Grad Celsius getrocknet. Er nimmt nun die typische schwarze Färbung an.

Der Schwarztee ist nun fertig. Die Blätter werden jetzt noch nach Größe sortiert – und zwar durch Sieben.

Schwarzer Tee muss richtig aufbewahrt werden: Lagern Sie ihn kühl, luftdicht und trocken, zum Beispiel in einem Gefäß aus Porzellan, Glas oder Metall. So hält Ihr schwarzer Tee mindestens 18 Monate!

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