Läuse bekämpfen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Vor einem Befall mit Kopfläusen ist niemand sicher. Die kleinen Tierchen können sich bei jedem Menschen einnisten – trotz regelmäßiger Körperpflege und Haarwäsche.

Auf einem sauberen Kopf fühlen sich Läuse mindestens genauso wohl wie in einer ungepflegten Haarpracht. Hauptsache, sie bekommen ihre Nahrung – Blut aus der Kopfhaut.

Bei jeder Portion Blut, die eine Laus aus der Kopfhaut saugt, hinterlässt sie eine kleine Menge Speichel, die einen Juckreiz hervorruft. Wenn die Kopfhaut also stark juckt, sollte man sie genauer unter die Lupe nehmen – vor allem, wenn bekannt ist, dass andere Kinder oder Erwachsene im Umfeld Kopfläuse haben. Da Läuse gerne von Kopf zu Kopf wandern und sich dort vermehren, sollte man sie möglichst schnell beseitigen. Was kann man tun, um Läuse zu bekämpfen?.

Tipp 1: Kopflausbefall erkennen

Geben Sie eine Pflegespülung ins nasse Haar. Waschen Sie diese nicht aus. Kämmen Sie dann das Haar Strähne für Strähne vom Haaransatz bis zu den Spitzen mit einem Läuse- oder Nissenkamm aus und streichen Sie diesen auf einem Küchenpapier ab.

Durch die Spülung lässt sich das Haar leicht kämmen. Außerdem erschwert sie den Läusen das Davonkrabbeln. Ein spezieller Läusekamm hat besonders dicht stehende Zinken, sodass Läuse und Hüllen, in denen sich die Lauseier befinden (Nissen) damit gut erfasst werden können. Falls sich Läuse oder deren Larven auf Ihrem Kopf befinden, können Sie diese auf dem Küchenpapier sehen.

Tipp 2: Läuse mit Läusemittel bekämpfen

Wenn Sie feststellen, dass Sie Läuse haben, besorgen Sie sich ein spezielles Läusemittel. Dieses bekommen Sie (auch rezeptfrei) in der Apotheke.

Halten Sie sich bei der Anwendung unbedingt an die auf der Packung vermerkten Angaben in Hinblick auf Menge, Verteilung und Einwirkzeit, um eine erfolgreiche Behandlung sicherzustellen. Achten Sie darauf, dass das Haar nicht zu nass ist und dass das gesamte Haar ausreichend und gleichmäßig mit Läusemittel bedeckt ist.

Tipp 3: Behandlung und Wiederholungsbehandlung bei Kopfläusen

Läusemittel beseitigen zwar Kopfläuse und Larven, nicht aber deren Eier. Um Larven zu beseitigen, die nach der Erstbehandlung mit Läusemitteln schlüpfen, muss eine Wiederholungsbehandlung erfolgen. Gehen Sie bei der Beseitigung von Kopfläusen nach folgendem Schema vor:

Tipp 4: Umfeld informieren

Wenn Sie oder ein Familienmitglied Kopfläuse haben, informieren Sie Ihr Umfeld. Läuse krabbeln von Kopf zu Kopf. So können sie sich bei engem Umgang mit anderen schnell verbreiten. Deshalb ist es wichtig, dass sich alle Kontaktpersonen auf Läuse untersuchen und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen einleiten.

Tipp 5: Gegenstände reinigen

Reinigen Sie alle Gegenstände, die mit Kopf und Haaren in Berührung kommen. Kopfläuse können dauerhaft nur auf dem menschlichen Kopf überleben, da sie sich vom Blut aus der Kopfhaut ernähren. Deshalb kommt es selten vor, dass Läuse den Kopf verlassen. Die Gefahr, dass Läuse über gemeinsam genutzte Gegenstände übertragen werden, ist also relativ gering. Die Reinigung steht deshalb nicht an erster Stelle, sollte aber sicherheitshalber trotzdem erfolgen. Desinfektionsmittel, Insektizid-Sprays oder spezielle Waschmittel sind aber nicht erforderlich.

Säubern Sie Kämme, Haarbürsten, Haarspangen und Haargummis mit heißer Seifenlösung. Wechseln Sie weitere Gegenstände wie Handtücher, Bettwäsche, Unterwäsche, Mützen, Schals, Decken und Kopfkissen und waschen Sie diese bei 60 Grad. Wenn dies nicht möglich ist, lagern Sie die Sachen für drei Tage in einer gut verschlossenen Plastiktüte oder für zwei Tage bei einer Temperatur von unter -10 Grad.

Tipp 6: Leere Nissen entfernen

Entfernen Sie die leeren Nissen nach der Behandlung. Nissen sind Eihüllen aus Chitin, in denen Läuseeier heranreifen. Sie kleben trotz Behandlung mit Läusemitteln an den Haaren fest und verbleiben auch nachdem die Larven geschlüpft sind am Kopf. Sofern sich in den Nissen keine Eier mehr befinden, kann man von einer erfolgreichen Behandlung ausgehen. Trotzdem sind diese Überreste eines Kopflausbefalls meistens für den Betroffenen unangenehm. Um die Nissen zu beseitigen, kämmen Sie die nassen Haare nach der schon bekannten Methode mit Pflegespülung und Läusekamm aus und wiederholen Sie die Prozedur bei Bedarf mehrmals. Wenn sich die Nissen nicht lösen lassen, nehmen Sie die Fingerspitzen zur Hilfe.

Was ist ein Läusekamm?

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Läusekamm

Läusekämme sind spezielle Kämme mit besonders engstehenden Zinken. Der Abstand zwischen den einzelnen Zinken beträgt nicht mehr als 0,2 Millimeter, sodass die winzigen Läuse und ihre Larven in dem Kamm stecken bleiben und entfernt werden können. Einen Läusekamm erhalten Sie in Apotheken oder Sanitätshäusern.

Wie sehen Läuse aus?

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Ausgewachsene Kopflaus, © Alastair MacEwen/OSF/OKAPIA

Sechs Beine, maximal drei Millimeter Körpergröße und grau – so sehen Kopfläuse normalerweise aus. Wenn sie gerade Blut aufgenommen haben, färbt sich ihr Körper rötlich.

Um Kopfläuse zu erkennen, braucht man keine Lupe – man kann sie mit bloßem Auge identifizieren. Bei der Suche nach den kleineren Larven kann eine Lupe nützlich sein.

Läuseeier befinden sich in Hüllen, den sogenannten Nissen. Diese sind gelb- beziehungsweise bräunlich gefärbt (sofern sie noch lebensfähige Eier enthalten) und befinden sich nahe der Kopfhaut. Da sie an den Haaren kleben, lassen sie sich nicht einfach abstreifen.

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