Geburt einleiten

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen

Jupiterimages/Wavebreak Media
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"Wir sollten die Geburt einleiten!" – Wenn das Baby zu lange auf sich warten lässt oder es nötig ist, dass die Geburt beginnt, wird dieser Satz vermutlich früher oder später fallen. Arzt oder Hebamme müssen dann die Wehen künstlich starten oder verstärken.

Um das Kind zur Welt zu bringen, muss der Körper der Mutter bereit sein. Das bedeutet, dass der Gebärmutterhals sich verkürzt und abflacht – Fachleute sagen, der Gebärmutterhals "verstreicht". Der Muttermund wird weich und öffnet sich bis zu einer Weite von etwa neun Zentimetern. Häufig springt die Fruchtblase, Fruchtwasser fließt ab und das Kind drückt nach unten auf den Beckenboden.

All das kann dazu führen, dass die Wehen ausgelöst werden. Die Wehen wiederum unterstützen den Muttermund dabei, sich zu öffnen und können ihrerseits dazu führen, dass die Fruchtblase platzt, wenn dies nicht vorher bereits geschehen ist.

Wenn die Wehen nicht von selber beginnen, das Kind aber in absehbarer Zeit zur Welt kommen sollte, können die Hebamme oder ein Arzt die Geburt künstlich einleiten. Auch haben viele Schwangere zum Ende der Schwangerschaft das Gefühl, dass "es nun endlich losgehen könnte". Ein paar Dinge kann die werdende Mutter selber tun, um Wehen auszulösen oder zu verstärken – eine Wirkung ist aber nur dann möglich, wenn der Körper auch für die Geburt bereit ist.

Das können Sie selber tun:

So können Arzt oder Hebamme die Geburt einleiten:

Eine medizinisch eingeleitete Geburt ist häufig schmerzhafter als eine Geburt, die natürlich einsetzt und voranschreitet, da Gebärmutter und Muttermund zum Arbeiten "gezwungen" werden. Die Wehen können daher stärker und länger ausfallen, die Pausen zwischen den Wehen sind möglicherweise kürzer.

Lässt sich die Geburt nicht innerhalb von 48 Stunden medizinisch einleiten, muss entweder eine Pause eingelegt werden, um Mutter und Kind zu entlasten, oder es wird ein Kaiserschnitt vorgenommen.

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