Spermiogramm (Spermauntersuchung)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Ein Spermiogramm ist das Ergebnis einer Spermauntersuchung. Die Auswertung des Spermiogramms kann zum Beispiel zeigen, ob für einen unerfüllten Kinderwunsch eine schlechte Qualität oder eine unzureichende Menge an Samenzellen (Spermien) verantwortlich ist.

Das Spermiogramm ist die wichtigste Methode zur Beurteilung der männlichen Zeugungsfähigkeit (Fertilität). Daher ist der erfolglose Versuch von Paaren, eine Schwangerschaft herbeizuführen, der häufigste Grund für die Untersuchung der Samenflüssigkeit (Sperma). Daneben kommen Spermiogramme auch nach einer Sterilisation des Mannes (sog. Vasektomie) zum Einsatz, um zu überprüfen, ob der Eingriff erfolgreich war und das Ejakulat wirklich keine Spermien mehr enthält: Zu diesem Zweck ist eine Spermauntersuchung sechs und zwölf Wochen nach der Operation sinnvoll.

Beim Spermiogramm überprüft man die Anzahl (bzw. Dichte) und Beweglichkeit der Samenzellen in der Samenflüssigkeit:

Außerdem untersucht man beim Spermiogramm die Form (Morphologie) der Samenzellen in der Samenflüssigkeit: Normale, reife Samenzellen sind zusammengesetzt aus einem ovalen Kopf, der den Zellkern und somit die DNA enthält, einem Hals- und Mittelstück sowie einem Schwanzstück. Sie sind beweglich, um selbstständig die Eizelle erreichen zu können, und ihr Kopf enthält Enzyme, mit deren Hilfe sie die Eihülle durchdringen können.

Neben normal geformten Samenzellen zeigt auch ein normales Spermiogramm immer eine gewisse Zahl missgebildeter und unreifer Samenzellen. Ergibt die Spermauntersuchung jedoch vermehrt abnorme Formen, nennt man dies Teratospermie.

Neben den Eigenschaften der Samenzellen kann man beim Spermiogramm außerdem pH-Wert, Zuckergehalt und Zähflüssigkeit (Viskosität) des Spermas bestimmen. Auch die Farbe oder eine mögliche Besiedelung mit Bakterien im Befund der Spermauntersuchung kann auf Veränderungen der Samenflüssigkeit hinweisen.

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