Entzündungswerte (Entzündungszeichen) im Blut

Veröffentlicht von: Astrid Clasen

Jupiterimages/iStockphoto
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Die sogenannten Entzündungswerte, Entzündungszeichen oder Entzündungsparameter im Blut heißen so, weil sie durch schwere Entzündungsvorgänge im Körper steigen. Anhand dieser Blutwerte kann man also ungezielt nach Entzündungen im Körper suchen.

Bei Verdacht auf eine Infektion gehört die Überprüfung einer Blutprobe auf Entzündungszeichen entsprechend oft zu den ersten Schritten, die Ärzte zur Diagnose einleiten. Die Entzündungswerte im Blut sind aber nicht nur diagnostisch hilfreich, sondern auch zur Verlaufsbeobachtung einer entzündlichen Erkrankung.

Ein typisches Entzündungszeichen ist zum Beispiel eine erhöhte Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukozyten): Weiße Blutkörperchen spielen eine große Rolle für die Immunabwehr – sie schützen den Körper vor Krankheiten und Krankheitserregern. Eine vermehrte Anzahl weißer Blutkörperchen (sog. Leukozytose) ist meist Anzeichen für eine akute Infektion durch Bakterien, Pilze oder Parasiten. Um die Leukozytenzahl festzustellen, macht der Arzt ein kleines Blutbild; sind diese Entzündungswerte im Blut deutlich zu hoch, kann ein Differentialblutbild zur weiteren Diagnose beitragen. Kleines Blutbild und Differentialblutbild ergeben zusammen ein großes Blutbild.

Als weitere Entzündungswerte im Blut lassen Ärzte oft folgende Laborwerte prüfen:

Jede Erhöhung dieser Werte im Blut ist ein mögliches Anzeichen für eine Entzündung. Neben dem Blutbefund, der über diese Entzündungswerte im Blut Aufschluss gibt, können aber auch andere Untersuchungsbefunde auf entzündliche Prozesse im Körper hinweisen. Weitere Entzündungszeichen sind beispielsweise die Körpertemperatur und die Leukozytenzahl in Urin, Liquor oder Stuhl.

Entzündungswerte im Blut Normalbereich Männer Normalbereich Frauen
Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) 3 - 10 mm nach 1 Std. 6 - 20 mm nach 1 Std.
C-reaktives Protein (CRP) unter 5 mg/l unter 5 mg/l
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