Drogen-Screening, Drogentest

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

Jupiterimages/iStockphoto
Anzeige

Ein Drogen-Screening (Drogentest) ist eine wichtige Methode, um die Einnahme unterschiedlicher Drogen wie Cannabis, Kokain oder Ecstasy nachzuweisen. Ein Drogen-Screening ist zum Beispiel sinnvoll, um während einer Entzugsbehandlung zu kontrollieren, ob der Betroffene auch "clean" (drogenfrei) bleibt. Auch bei Straftaten ist manchmal ein Drogen-Screening angebracht, um zu prüfen, ob der Tatverdächtige unter Drogeneinfluss stand – zum Beispiel bei Verkehrsdelikten.

Drogen- und Medikamentenmissbrauch sind seit Jahrzehnten ein gesellschaftliches Dauerthema. Als Standardverfahren zum Nachweis beziehungsweise Ausschluss eines vermuteten Drogenkonsums haben sich Drogen-Screening-Untersuchungen etabliert. Ein Drogen-Screening fasst eine Reihe verschiedener Drogentests zusammen. Das heißt: Während eines Drogen-Screenings laufen mehrere Untersuchungen ab, die jeweils die Einnahme unterschiedlicher Substanzen nachweisen oder ausschließen sollen. Da also nicht nur nach einem einzelnen Stoff, sondern nach möglichst vielen verschiedenen Substanzen gesucht wird, hat sich der englische Begriff screening eingebürgert, den man in diesem Zusammenhang als Suchtest übersetzen kann.

Um einen Drogentest durchführen und einzelne Drogen beziehungsweise deren Abbauprodukte nachweisen zu können, benötigt ein medizinisches Labor häufig ganz bestimmtes Probenmaterial von der zu untersuchenden Person. Am gängigsten sind Blut, Speichel und Urin sowie – bei Verdacht auf einen länger zurückliegenden Drogenkonsum – Haare und Fingernägel. Die Laborverfahren, aus denen sich das Drogen-Screening zusammensetzt, können sich aber auch in weiteren Punkten unterscheiden: Während ein Drogentest zum Beispiel schnell und mit wenig Aufwand Drogenrückstände nachweisen kann, benötigt ein anderer Drogentest mehr Aufwand, liefert aber ein genaueres Ergebnis. Die aussagekräftigsten Methoden im Rahmen eines Drogen-Screenings sind die sogenannte Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC/MS) und die Flüssigchromatographie-Massenspektrometrie (LC/MS).

Die Ergebnisse des Drogen-Screenings beziehungsweise Drogentests können für den Untersuchten einschneidende Konsequenzen haben und etwa zum Verlust des Führerscheins oder des Arbeitsplatzes führen. Es kann also kaum verwundern, dass inzwischen zahlreiche Produkte auf dem Markt sind, die vorgeben, einen Drogenkonsum verschleiern zu können. Die allermeisten Produkte und Vorgehensweisen sind beim Drogentest jedoch wirkungslos. Es hat sich nur eine Methode bewährt, um bei einer Drogen-Screening-Untersuchung mit Sicherheit ein "sauberes" Ergebnis vorzuweisen: Auf Drogen komplett – und nicht erst vor der Untersuchung – zu verzichten.

Anzeige