Blutfette

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Neben Eiweiß und Kohlenhydraten gehört auch Fett zu den Grundnährstoffen, mit denen der Körper seinen Energiebedarf deckt. Fette sind in allen Zellen des Körpers enthalten und spielen unter anderem eine wichtige Rolle als Bausteine der Zellmembran. Auch das Blut enthält Fette, die sogenannten Blutfette.

Blutfette analysiert man hauptsächlich aus zwei Gründen: Zum einen erfasst eine Blutfettanalyse mögliche Fettstoffwechselstörungen. Zum anderen erlauben die Blutfettwerte eine Abschätzung des individuellen Risikos, an Arteriosklerose ("Arterienverkalkung") zu erkranken. Erhöhte Blutfettwerte, insbesondere erhöhtes Cholesterin (streng genommen ein Lipid, kein direktes Fett), können zu Arteriosklerose führen, die wiederum reine koronare Herzkrankheit verursachen kann. Bei dieser Erkrankung verengen sich die Herzkranzgefäße durch die arteriosklerotischen Ablagerungen – Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz bis hin zu einem Herzinfarkt können die Folgen sein.

Blutfette, die der Arzt in einer Blutfettanalyse untersucht, sind unter anderem Cholesterin und Triglyceride. Die Triglyceride, auch Neutralfette genannt, machen den Großteil der Nahrungsfette aus. Sie bestehen aus Glyzerin, einem dreiwertigen Alkohol, und Fettsäuren. Jeweils drei Fettsäuren sind mit einem Molekül Glyzerin verbunden. Triglyceride dienen als Speicherfett, welches die Fettdepots im Körper auffüllt.

Der Mensch nimmt einen großen Teil der Blutfette durch die Nahrung auf – darum steigt die Menge der Blutfette nach dem Essen an. Wenn bei Ihnen eine Blutfettanalyse ansteht, sollten Sie deshalb vorher etwa zwölf Stunden nichts essen. Die Normbereiche der Blutfettwerte schwanken in gewissen Grenzen je nach Labor und Literaturangaben. Die folgenden Werte sind deshalb nur als Richtwert zu verstehen.

Fettstoffwechsel Normalwert
Triglyceride < 150 mg/dl < 1,7 mmol/l
Cholesterin < 200 mg/dl < 5,2 mmol/l
LDL-Cholesterin < 160 mg/dl < 4,1 mmol/l
HDL-Cholesterin > 40 mg/dl > 1,0 mmol/l
Verhältnis HDL:LDL 3:1

Die Blutfettwerte lassen sich mit der Nahrung beeinflussen. Generell empfiehlt es sich, auf eine ausgewogene, fettarme und vitamin- sowie ballaststoffreiche Ernährung zu achten. Vermeiden Sie, wenn möglich, gesättigte Fettsäuren (z.B. tierische Fette in Wurst und Käse) und greifen Sie lieber auf ungesättigte Fettsäuren zurück. Diese sind beispielsweise in pflanzlichen Ölen, Nüssen oder in Seefisch enthalten. Regelmäßiger Sport kann ebenfalls dabei helfen, die Blutfettwerte zu senken.

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