Aromatherapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Die Aromatherapie ist Bestandteil der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde). Bei dieser Therapieform werden ätherische Öle zu therapeutischen Zwecken eingesetzt.

Die ätherischen Öle werden im Rahmen der Aromatherapie entweder eingenommen, inhaliert oder bei Massagen oder Bädern verwendet. Man unterscheidet zwischen der komplementären und der wissenschaftlich definierten Aromatherapie.

Bereits im Altertum war die besondere Wirkung von Pflanzendüften auf den körperlichen und geistigen Zustand des Menschen bekannt. Aufgrund überlieferter Schriften weiß man, dass Araber, Griechen und Römer Pflanzenduftstoffe gezielt medizinisch einsetzten. Der französische Chemiker Gattefossé war es jedoch, der den Namen Aromatherapie im Jahr 1928 festlegte. Er war davon überzeugt, dass Krankheiten nur mithilfe von ätherischen Ölen behandelt werden können und begründete damit die komplementäre Aromatherapie. Der französische Arzt Jean Valnet veröffentlichte 1964 ein Buch zur Aromatherapie, in dem er diese Methode weiter erläutert.

Die komplementäre Aromatherapie geht davon aus, dass nahezu alle Krankheiten mit ätherischen Ölen behandelt werden können. Die Entscheidung, welches Öl zur Behandlung der Beschwerden geeignet ist, erfolgt meistens subjektiv. Häufige Anwendungsgebiete sind zum Beispiel:

Die wissenschaftliche Aromatherapie macht sich Inhaltsstoffe in Pflanzen zunutze, die bestimmte Wirkungen entfalten. So gibt es ätherische Öle, die Bakterien und Pilze abtöten oder Viren unschädlich machen. Andere pflanzlichen Inhaltsstoffe wirken zum Beispiel beruhigend oder schlaffördernd. Die Anwendungsgebiete der wissenschaftlichen Aromatherapie richten sich nach der Wirkung der eingesetzten ätherischen Öle. Sie werden zum Beispiel bei Infektionskrankheiten, Stress oder Schlafstörungen eingesetzt.

Bei verschiedenen Erkrankungen darf eine Aromatherapie nicht durchgeführt werden, zum Beispiel bei:

Die Aromatherapie kann verschiedene Nebenwirkungen hervorrufen. Manche ätherischen Öle machen die Haut zum Beispiel empfindlicher für UV-Licht. Außerdem sind allergische Reaktionen möglich. Bei Kleinkindern und Säuglingen dürfen keine ätherischen Öle verwendet werden, die Cineol, Kampfer oder Menthol enthalten, da sie Atemnot hervorrufen können.

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