Apherese (Plasmapherese)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Die Apherese (Plasmapherese) ist eine spezielle Behandlungsmethode, die das Blut von bestimmten Bestandteilen trennt. Dadurch ist es zum Beispiel möglich, die Fließeigenschaften des Bluts zu verbessern. Apherese-Techniken eignen sich daher für die Therapie von Krankheiten wie Fettstoffwechsel- und Durchblutungsstörungen, Hörsturz oder altersabhängige Makuladegeneration (therapeutische Plasmapherese).

Ist beispielsweise die Konzentration bestimmter Fette (LDL-Cholesterin, Lipoprotein) beziehungsweise Gerinnungsfaktoren (Fibrinogen) im Blut erhöht, stellt dies ein Risiko für Erkrankungen wie etwa einen Herzinfarkt oder Schlaganfall dar, da sich der Blutfluss durch Arterienverkalkung verlangsamt und das Blut verdickt. Das Gewebe erhält dadurch irgendwann nicht mehr ausreichend Sauerstoff. Das Prinzip der Apherese ist es, die verantwortlichen Stoffe aus dem Blut zu entfernen und so die Fließeigenschaften in den Blutgefäßen zu verbessern.

Von der therapeutischen Plasmapherese, die das Blut von krankhaften Bestandteilen trennt, unterscheiden Mediziner die sogenannte präparative Plasmapherese, mit der sie Blutplasma für Blutspenden gewinnen können. Die Belastung für den Spender ist auch in diesem Fall verhältnismäßig gering.

Die sogenannte Immunadsorption beziehungsweise Immunapherese entfernt spezielle Abwehrstoffe (Antikörper) aus dem Blut. Daher eignet sich die Immunapherese zur unterstützenden Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie rheumatischer Arthritis.

Ärzte führen eine Apherese in der Regel ambulant in speziell dafür eingerichteten Zentren durch, das heißt die Betroffenen können nach der Behandlung wieder nach Hause gehen. Die Häufigkeit der Behandlung richtet sich nach der Art der Erkrankung. In einigen Fällen kann eine einmalige Behandlung ausreichen, in anderen Fällen (z.B. familiäre Hypercholesterinämie) sind lebenslange regelmäßige Behandlungen nötig.

Eine Apherese (Plasmapherese)-Therapie ist im Allgemeinen gut verträglich. Nebenwirkungen sind bislang nicht bekannt.

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