Entwicklung Baby – 4. Monat

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen

Jupiterimages/Digital Vision
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Im 4. Monat beginnen Babys, den Gesichtsausdruck von Bezugspersonen nachzuahmen und ihre Stimme einzusetzen. Sie haben jetzt großen Spaß daran, in dieser Form mit den Eltern oder anderen nahestehenden Personen zu interagieren.

Viele Säuglinge schlafen jetzt nachts drei bis vier Stunden am Stück. In den nächsten Wochen werden die Schlafintervalle in der Nacht allmählich länger.

Das kann Ihr Baby jetzt

Im 4. Monat können sich die meisten Babys sicher in Bauchlage auf die Ellenbogen aufstützen. Viele Babys lernen aus dieser Position heraus, sich zur Seite zu drehen. Nicht lange danach können sie sich dann ganz herumdrehen. Oft ist aber auch die Rückenlage Startposition für die ersten Drehversuche.

Daher beginnt jetzt die Zeit, in der Sie besonders achtgeben müssen, Ihr Kind nicht unbeaufsichtigt auf erhöhten Flächen (z.B. Wickelkommode, Couch, ...) liegen zu lassen. Denn auch wenn Ihr Baby nicht den Anschein erweckt, bald das Drehen zu erlernen, sollten Sie vorsichtig sein. Ganz unerwartet kann sich der Säugling unter Anspannung des ganzen Körpers plötzlich hoch- oder zur Seite schnellen. Wenn Ihnen Ihr Baby von der Wickelkommode, der Couch oder einer anderen erhöhten Stelle fällt, sollten Sie das immer ärztlich abklären lassen.

Etwa mit vier Monaten können Babys Gegenstände gezielt greifen und – meist mit beiden Händen – festhalten. Jetzt werden Dinge nicht nur mit dem Mund, sondern auch mit den Händen genau untersucht und betastet (manuelles Erkunden). Das beidhändige Greifen können Sie gut beobachten, wenn Sie ein Spielzeug über Ihr Baby halten und abwarten. Es wird den Gegenstand zunächst mit den Augen fixieren und dann beide Arme gleichzeitig darauf zu bewegen, bis es das Spielzeug mit beiden Händen greifen kann.

Das nimmt Ihr Baby wahr

Babys können im 4. Monat schon zwischen einem freundlichen und einem ärgerlichen Gesicht unterscheiden. Von einem fröhlichen Gesicht lässt es sich vermutlich zum Lächeln animieren. Ebenso kann es aber passieren, dass es sich bei einem ärgerlichen Gesicht ängstigt und zu weinen beginnt.

So reagiert Ihr Baby

Viele Babys reagieren im 4. Monat schon auf ihren Namen, indem Sie lächeln oder den Kopf zu der Person drehen, die sie angesprochen hat. Gegen Ende des 4. Monats beginnen viele Babys außerdem damit, den Gesichtsausdruck von Bezugspersonen nachzuahmen.

Jedes Kind entwickelt sich individuell. Die genannten Entwicklungsschritte können daher nur Anhaltspunkte sein. Wenn Ihr Baby von dieser Entwicklung abweicht, ist das kein Grund zur Besorgnis. Wenn Sie dennoch beunruhigt sind, besprechen Sie sich mit Ihrem Kinderarzt.

Tipps für den 4. Monat

In diesem Monat imitiert Ihr Baby vermutlich mit Freude, was Sie ihm vormachen. Ob Sie die Augenbrauen heben, den Mund zu einem O formen, die Zunge herausstrecken oder andere Grimassen schneiden – vermutlich wird ihr Baby versuchen, es Ihnen nachzumachen und vor Freude lachen lachen.

Außerdem wird der Säugling nun seine "Babysprache" gezielter einsetzen und darauf warten, dass Sie ihm antworten, wenn er mit Ihnen brabbelt. Lassen Sie Ihrem Instinkt freien Lauf: Die meisten Eltern antworten automatisch auch in der Babysprache und in der richtigen Tonhöhe. Unterhalten Sie sich öfter mit Ihrem Kind in der Babysprache – das ist der richtige Weg zum Spracherwerb.

Im 4. Monat können Sie Ihr Baby außerdem bei seinen ersten Drehversuchen unterstützen. Bewegen Sie dazu ein Spielzeug oder Ihre Hand so neben seinem Körper, dass es sich leicht drehen muss, um es gut erkennen und vielleicht sogar danach greifen zu können. Bewegen Sie das Spielzeug langsam weiter, so lange Ihr Baby versucht, es zu erreichen. Wechseln Sie hin und wieder die Seiten. Irgendwann wird sich das Baby hinter dem Spielzeug herdrehen können.

Aber:

Das ist im 4. Monat wichtig

Wenn Sie diese nicht schon im 3. Monat wahrgenommen haben, steht im 4. Monat eine weitere Vorsorgeuntersuchung an:

Nehmen Sie die Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig wahr – sie dienen dazu, Entwicklungsstörungen oder -verzögerungen frühzeitig zu erkennen. Je früher Probleme erkannt werden, desto besser kann man sie behandlen. Außerdem können Sie diese Termine dazu nutzen, Unsicherheiten und Fragen direkt mit dem Kinderarzt zu besprechen.

Im 4. Monat ist es außerdem Zeit für folgende Impfungen:

Bei der Kombinationsimpfung können Sie zwischen zwei Varianten entscheiden:

All diese Impfungen können auch als Einzelimpfungen verabreicht werden.

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