Die Schilddrüse

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel

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Die Schilddrüse (Glandula thyroidea) ist ein lappig gebautes Organ, das unterhalb des Kehlkopfs die Luftröhre umlagert und beidseits hinter der Luftröhre endet. Sie wiegt durchschnittlich etwa 20 bis 60 Gramm und nimmt im menschlichen Stoffwechsel eine wichtige Stellung ein.

Die Schilddrüse besteht aus zwei größeren Seitenlappen (Lobus dexter und Lobus sinister) und einer schmalen Gewebebrücke (Isthmus), die die beiden Lappen vor der Luftröhre miteinander verbindet. Häufig zweigt von dieser Gewebebrücke auch ein pyramidenförmiger Fortsatz in Richtung des zum Kehlkopf gehörenden Schildknorpels ab. Dieser sogenannte Lobus pyramidalis ist ein Überbleibsel aus der embryonalen Phase der Schilddrüse und bildet sich normalerweise im Laufe der Embryonalentwicklung zurück.

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Schilddrüse von vorn

Die Schilddrüse ist von zwei Bindegewebskapseln umgeben:

Die äußere Kapsel liegt dicht am sogenannten Nervus laryngeus recurrens (auch kurz "Rekurrens" genannt), dem rückläufigen Kehlkopfnerv. Dieser Nerv steuert die inneren Kehlkopfmuskeln und spielt eine wichtige Rolle für die Stimmbildung. Wird der Rekurrens-Nerv bei einer Schilddrüsenoperation beschädigt oder bei krankhaften Schilddrüsenvergrößerungen eingeengt, kann es zu Heiserkeit bis hin zur Stimmbandlähmung kommen.

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