Muskeln: Bizeps, Trizeps & Co.

Veröffentlicht von: Till von Bracht

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Jeder Mensch besitzt rund 650 verschiedene Muskeln – egal wie alt oder wie gut trainiert man ist. Muskeln befinden sich fast überall im Körper. Allein im Gesicht kommen eine Vielzahl verschiedener Muskeln vor: Wer zum Beispiel seine Stirn runzelt, benötigt dafür rund 40 Muskeln – beim Lachen sind unter Umständen mehr als 70 Muskeln beteiligt.

Die genaue Anzahl der Muskeln ist schon bei der Geburt festgelegt – auch durch Training lässt sich die Zahl der Muskeln nicht erhöhen. Ein gut trainierter Kraftsportler hat also nicht mehr Muskeln, sondern nur mehr Muskelmasse.

Doch nicht alle Menschen haben exakt gleich viele Muskeln: der kleine Lendenmuskel zum Beispiel kommt nur bei etwa jedem Zweiten vor.

All diese Muskeln übernehmen unterschiedliche Aufgaben im Körper: Die meisten benötigt man, um sich fortzubewegen. Es gibt aber auch Muskeln, die zum Beispiel für die Verdauung oder die Blutdruckregulation unerlässlich sind.

Ohne Muskeln könnte der Mensch nicht leben. Egal ob Essen, Atmen, Sprechen oder Laufen: All das wäre ohne Muskeln nicht möglich.

Die mehr als 600 Muskeln im Körper des Menschen unterscheiden sich in ihrer

Eines jedoch haben alle Muskeln gemeinsam: sie bestehen aus Muskelzellen, die in der Lage sind, sich zu verkürzen. Diesen Vorgang nennt man auch Muskelkontraktion. Ganz allgemein kann man sagen, dass Muskeln chemische Energie (ATP) in mechanische Energie (und Wärme) umwandeln können.

Der wichtigste Muskel im Körper ist Tag und Nacht aktiv: der Herzmuskel. Rund um die Uhr zieht sich dieser Muskel zusammen und erschlafft wieder – so pumpt das Herz das Blut durch den Körper und hält den Blutkreislauf aufrecht.

Je nachdem, wie gut trainiert man ist, machen die Muskeln beim Mann im Schnitt 40 bis 45 Prozent der Gesamtkörpermasse aus – bei einem austrainierten Kraftsportler kann die Muskelmasse sogar auf etwa 65 Prozent seines Körpergewichts ansteigen.

Frauen haben grundsätzlich etwas weniger Muskelmasse – bei ihnen beträgt der Anteil der Muskeln an der Gesamtkörpermasse durchschnittlich 23 Prozent.

Muskeln können ganz unterschiedlich aussehen. Einige Muskeln haben zum Beispiel die Form einer Spindel. Sie besitzen einen sogenannten Muskelbauch in der Mitte und an den Enden einen Muskelansatz beziehungsweise einen Muskelursprung. Darüber hinaus gibt es

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Ein spindelförmiger Muskel, ein zweiköpfiger Muskel, ein mehrbäuchiger Muskel und ein federförmiger Muskel. (Quelle: Flickr Servier Medical Art, CC BY 2.0)

Der kleinste Muskel des Menschen befindet sich im Innenohr. Es ist der sogenannte Steigbügelmuskel, der etwa die Größe eines Stecknadelkopfes besitzt. Trotz seiner Größe spielt dieser Muskel jedoch eine wichtige Rolle: Bei sehr lauten Geräuschen kann sich der Steigbügelmuskel zusammenziehen und die Empfindlichkeit des Gehörs herabsetzen. Dadurch schützt der Muskel das Innenohr – vor allem vor der Lautstärke der eigenen Stimme.

Neben sehr kleinen Muskeln besitzt jeder Mensch auch sehr große Muskeln. Mit einer Länge von knapp 50 Zentimetern ist der sogenannte Schneidermuskel (Musculus sartorius) der längste Muskel des Menschen. Dieser recht schmale Muskel zieht vom äußeren Beckenknochen schräg über den Oberschenkel und setzt unterhalb des Knies am Schienbein an.

Der Muskel mit dem größten Volumen ist bei den meisten Menschen der große Gesäßmuskel – besser bekannt als Gluteus maximus. Der flächenmäßig größte Muskel des Menschen ist der Latissimus dorsi, manchmal auch nur Latissimus genannt. Er deckt fast die gesamte untere Hälfte des Rückens ab.

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