Mitose

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel

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Die Mitose ist ein wichtiger Vorgang bei der Zellteilung. Sie bewirkt, dass das zuvor verdoppelte Erbmaterial der Ursprungszelle bei der Zellteilung auf die beiden neu entstehenden Tochterzellen verteilt wird.

Im Körper des Menschen findet Zellteilung ständig statt und läuft streng reguliert in mehreren Phasen ab. Dabei ist es wichtig, dass das Erbmaterial der Zelle (DNA), also die genetische Information, nicht verloren geht. Sie soll in der neuen Zelle genauso vorliegen wie in der Ursprungszelle. Das heißt, das in der Ursprungszelle vorhandene Erbmaterial muss erst verdoppelt werden, ehe sie sich teilen kann. Das passiert zwischen zwei Mitosen, in der sogenannten Interphase.

Die Mitose bezeichnet man auch als Kernteilung (Karyogenese), denn das Erbmaterial liegt nicht frei in der Zelle vor, sondern organisiert und geschützt im Zellkern.

Während der Interphase verdichtet sich die normalerweise fädige DNA, die in mehreren sogenannten Chromosomen vorliegt, sie wird dadruch "transportfähiger". Die Interphase bezeichnet man auch als Arbeitsphase.

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Während der Mitose liegen die Chromosomen der Zelle in X-förmigen Strukturen vor.

In der Regel teilen sich fast alle Körperzellen während ihrer Lebensdauer immer wieder. Es gibt jedoch ein paar Ausnahmen: Nervenzellen, Herzmuskelzellen und Skelettmuskelzellen. Sie entwickeln sich bis zu einer festgelegten, spezialisierten Form und teilen sich, nachdem der Vorgang abgeschlossen ist, dann mitunter monate- oder jahrelang nicht mehr oder sogar gar nicht mehr. Auch rote Blutkörperchen (Erythrozyten) können sich nicht teilen, da sie keinen Zellkern haben.

Ablauf

Der Ablauf der Mitose ist immer gleich, sie gliedert sich in vier Phasen:

  1. Prophase
  2. Metaphase
  3. Anaphase
  4. Telophase

Eine Mitose dauert von Anfang bis Ende etwa 60 Minuten.

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Ablauf der Mitose

Prophase

Metaphase

Anaphase

Telophase

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