Körpertemperatur des Menschen

Veröffentlicht von: Wiebke Raue

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"Auf Betriebstemperatur": Damit alle Stoffwechselprozesse reibungslos ablaufen können, benötigt der Mensch eine bestimmte Körpertemperatur. Diese ist nie ganz konstant, sondern unterliegt natürlichen Schwankungen, die von vielen Faktoren beeinflusst werden – so etwa von der Tageszeit oder von körperlicher Aktivität.

Rund 37 Grad Celsius (37°C) – das ist die Temperatur, die von vielen Menschen als "normale" Körpertemperatur bezeichnet wird. Genaugenommen ist die Körpertemperatur aber von verschiedenen Bedingungen abhängig. Wissenschaftler unterscheiden zwischen der Körperkerntemperatur und der Oberflächentemperatur:

Ist von der Körpertemperatur die Rede, ist damit oft die sogenannte Körperkerntemperatur gemeint – also die Temperatur im Inneren.

Natürliche Schwankungen

Die Körpertemperatur im Inneren des Menschen, also die Körperkerntemperatur, ist nie völlig konstant. Viele Faktoren können sie beeinflussen, so zum Beispiel:

Auch das Alter, Koffein, die Ernährung oder bestimmte Medikamente können auf die Körpertemperatur einwirken. Nicht zuletzt können Infektionen die Temperatur ansteigen lassen, aber auch andere Erkrankungen, zum Beispiel Krebs oder eine Schilddrüsenüberfunktion. Bei Neugeborenen und älteren Menschen kann die Körperkerntemperatur stärker schwanken.

Bei der Interpretation des Messergebnisses spielt es zudem eine Rolle, an welcher Stelle und mit welcher Methode man die Temperatur ermittelt. So ist die gemessene Temperatur im Mund niedriger als die Temperatur im After – und der Wert unter der Achsel noch niedriger. Die Ergebnisse können durch unsachgemäße Anwendung des Thermometers verfälscht sein, daher sollte man genau auf die Anweisungen in der Bedienungsanleitung achten.

Das Zentrum der Wärmeregulation: der Hypothalamus

Ist die Körpertemperatur zu niedrig, muss Wärme produziert werden – ist sie zu hoch, muss der Körper Wärme abgeben. "Koordinator" der Wärmeregulation ist eine Region im Zwischenhirn – der sogenannte Hypothalamus. Er sorgt dafür, dass die Temperatur im Inneren des Körpers (Körperkerntemperatur) weitgehend konstant bei einem Sollwert von rund 37°C bleibt. Die Fähigkeit, die Körpertemperatur bei unterschiedlichen Umgebungstemperaturen in bestimmten Grenzen aufrechtzuerhalten, nennen Ärzte Homoiothermie. Bei Krankheit kann der Sollwert erhöht sein – muss der Körper gegen Krankheitserreger ankämpfen, kann eine höhere Körpertemperatur die Immunabwehr bei ihrer Arbeit unterstützen.

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