Immunreaktion: Ablauf

Veröffentlicht von: Astrid Clasen

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Am Ablauf einer Immunreaktion, mit der unser Immunsystem Krankheitserreger abwehrt, ist im Allgemeinen sowohl die spezifische als auch die unspezifische Immunabwehr beteiligt:

Entwicklungsgeschichtlich ist die unspezifische oder angeborene Immunreaktion der älteste Mechanismus zum Schutz vor Infektionen überhaupt. Der Ablauf einer Immunantwort folgt hier immer demselben Schema – egal, wie oft das Immunsystem den Krankheitserreger schon abgewehrt hat. Die spezifische oder erworbene Immunantwort hingegen ist in der Lage, sich an den jeweiligen Erreger anzupassen – weshalb man sie auch als adaptive Immunantwort bezeichnet (lat. Adaptation = Anpassung) – und ihn so gezielt zu bekämpfen.

Der Ablauf einer Immunreaktion beginnt damit, dass die zu einer Immunantwort befähigten Zellen des Immunsystems einen Fremdkörper erkennen: Diese Erkennung gelingt anhand der fremden Oberflächenstruktur des Eindringlings (z.B. ein Bakterium). Die Struktur der Oberfläche setzt sich unter anderem aus artfremden Eiweißen zusammen, die man als Antigene bezeichnet. Bestimmte Immunzellen des spezifischen Immunsystems (die B-Lymphozyten) können gegen diese Antigene spezielle, aus Eiweißen bestehende Abwehrstoffe bilden: Ein solcher sogenannter Antikörper passt zum jeweiligen Antigen wie ein Schlüssel zu einem bestimmten Schloss. Ein Eiweiß, das die Eigenschaften eines Antikörpers aufweist, nennt man auch Immunglobulin. Vermutlich ist das Immunsystem imstande, spezifische Antikörper für etwa 10 bis 100 Millionen unterschiedliche Antigene zu bilden. Je nach Typ teilt man die Antikörper in fünf Klassen ein, die unterschiedliche Bedeutung bei einer Immunantwort haben:

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