Faszination Mensch

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

iStock
Anzeige

Wenn wir über unsere Sinne Informationen aufnehmen, werden diese mithilfe von Nervenzellen (Neuronen) in verschiedene Gehirnareale übertragen. Im menschlichen Gehirn gibt es etwa zwischen zehn Milliarden und einer Billion Neurone.

Jede einzelne Nervenzelle besteht aus dem Zellkörper (Soma) mit den Nervenzellfortsätzen (Dendriten) und dem Achsenzylinder (Axon). Der Zellkörper hat eine Größe von etwa 5 bis 100 Mikrometern. Die Dendriten hingegen haben nur einen Durchmesser von circa einem Mikrometer – zeichnen sich dafür aber durch ihre Länge und ihr zahlreiches Vorkommen aus: Ein Dendrit kann bis zu einem Meter lang sein und eine einzige Nervenzelle kann bis zu 10.000 dieser Nervenzellfortsätze haben. Aufgabe der Dendriten ist es insbesondere, Signale von anderen Neuronen zu empfangen. Die Achsenzylinder dienen dazu, empfangene Signale zu anderen Nervenzellen weiterzuleiten, bis die Signale ihren Zielort erreicht haben.

Ausgeklügeltes Netzwerk

Damit aufgenommene Informationen auch an ihren Zielort gelangen, arbeiten die Nervenzellen wie ein Netzwerk zusammen: Die Nervenzellen sind über Synapsen miteinander verknüpft und auch in der Peripherie, zum Beispiel in den Armen und Beinen, mit den Muskelzellen verbunden. Informationen werden so von Nervenzelle zu Nervenzelle weitergeleitet. Dabei ist Nervenzelle nicht gleich Nervenzelle: Vielmehr unterscheiden sich die Neuronen in ihrer Funktion. Werden Nervenzellen einem Reiz ausgesetzt, werden sie erregt und leiten die Informationen weiter. Dieser Informationsfluss kann dabei sehr lange Strecken umfassen. Zudem sind Neurone in der Lage, empfangene Reize zu verarbeiten.

Botenstoffe als Helfer

Der Informationsaustausch zwischen den Zellen geschieht über die Synapsen mittels chemischer Botenstoffe (Neurotransmitter). Mithilfe der Neurotransmitter können die Informationen von einer Nervenzelle zur anderen überspringen. Zur Informationsvermittlung ist es daher wichtig, möglichst viele Synapsen auszubilden, sodass die Menge der Nervenzellen eine eher untergeordnete Rolle spielt.

Anzeige