Hormone Teil 6

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Das Geschlechtshormon Testosteron führt in der Pubertät dazu, dass der heranwachsende Junge zum Mann reift und sich der Körper verändert.

Denn durch Testosteron bilden sich einerseits die äußeren Geschlechtsorgane vollständig aus, während es andererseits zum Beispiel zu Bartwuchs und Stimmbruch kommt. Bewirkt das Hormon anfangs das Wachstum der männlichen Körperbehaarung, führt es mit zunehmendem Alter dazu, dass das Haupthaar ausfällt und sich unter Umständen eine Glatze bildet.

Testosteron erleichtert das Muskelwachstum, indem es den Aufbau von Eiweiß fördert, und wirkt leistungssteigernd. Ein Grund, weshalb manche Sportler Testosteron immer wieder als Dopingmittel (sog. Anabolika) einsetzen.

Muskeln und Fettverteilung

Das Geschlechtshormon formt nicht nur durch seine Wirkung auf die Muskeln das Erscheinungsbild des Manns. Ebenso durch seinen Einfluss auf die Fettverteilung, die sich beim Mann leicht von der einer Frau unterscheidet. Lagert sich das Fett bei Frauen häufig am Gesäß und an den Oberschenkeln an, bildet sich dieses bei Männern oft am Bauch zuerst. Da Testosteron zudem den Fettanteil im Körper insgesamt eher senkt, ist der Körperfettanteil bei Männern im Vergleich zu Frauen niedriger.

Erregende Effekte

Testosteron wirkt auch im Gehirn. Hier beeinflusst das Geschlechtshormon zum Beispiel die sexuelle Erregbarkeit und dadurch das Sexualverhalten. Aggressive und dominante Verhaltensweisen werden durch Testosteron gefördert.

Nicht zuletzt wird Testosteron zur Bildung der Spermien benötigt und ist damit für die Fortpflanzung wichtig.

Meist in Begleitung

Testosteron wird in den Hoden des Manns gebildet und von dort in die Blutbahn abgegeben. Zum Großteil ist das Hormon dort an Eiweiße gekoppelt, die dem Transport dienen. Diese Eiweiße sorgen dafür, dass das Testosteron an seinen jeweiligen Bestimmungsort im Körper gelangt. Erst, wenn das Hormon wieder frei und ungebunden am Zielort vorliegt, kann es seine Wirkung entfalten. Andere Eiweiße schützen das Testosteron vor einem zu raschen Abbau. Auf diese Weise wird auch die Aktivität des Hormons reguliert.

Auch Frauen besitzen Testosteron im Blut – allerdings liegt das Hormon hier in deutlich geringeren Konzentrationen vor. Zu viel Testosteron kann bei Frauen zur Vermännlichung führen. Dies äußert sich zum Beispiel in einer tieferen Stimme und einer verstärkten Körperbehaarung.

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