Alkoholismus (Alkoholabhängigkeit, Alkoholsucht): Folgen

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (09. Oktober 2015)

Alkoholismus (Alkoholabhängigkeit, Alkoholsucht) bleibt nicht ohne Folgen. Aber nicht nur bei einer Alkoholabhängigkeit kommt es zu gesundheitlichen Schäden, sondern auch, wenn man regelmäßig höhere Mengen konsumiert.

Wie viel Alkohol ohne Bedenken konsumiert werden kann, ist individuell verschieden. Jeder Mensch reagiert anders auf alkoholische Getränke.

Mögliche Folgen übermäßigen Alkoholkonsums sind beispielsweise:

  • Schäden an der Leber: Die Leber nimmt durch den Alkoholabbau auf Dauer Schaden. Die Folgen können Leberverfettung (Fettleber), Leberschwellung oder eine Leberzirrhose sein. Erhöhte Leberwerte können auf Alkoholmissbrauch und eine geschädigte Leber hinweisen. Da die Leber bei Frauen hormonbedingt langsamer Alkohol abbaut, nimmt sie eher Schaden als bei Männern.
  • Schäden im Gehirn: Bei jedem Rausch werden Millionen von Gehirnzellen zerstört. Dies führt zu Problemen mit dem Gedächtnis, der Konzentration sowie dem Kritik- und Urteilsvermögen. Spätere Folgen sind ein Nachlassen der Intelligenz bis hin zur Demenz.
  • Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, des Magens oder des Darms
  • Krebs: Alkoholkonsum steigert das Risiko, an Mund-, Rachen- Kehlkopf- oder Speiseröhrenkrebs zu erkranken – dies kann auch schon bei geringen Mengen der Fall sein. Auch das Risiko für Brustkrebs bei Frauen ist erhöht.
  • Probleme im Sexualleben: Potenz und sexuelles Erleben werden negativ beeinflusst.

Als Langzeitfolge von hohem Alkoholkonsum oder Alkoholismus kann sich die Persönlichkeit negativ verändern. Personen, die alkoholkrank sind, sind häufig aggressiv, reizbar, unzuverlässig, grundlos eifersüchtig und depressiv.

Akute Gefahren von Alkohol

Von Alkohol gehen auch akute Gefahren aus – sowohl für den Konsumenten als auch für Außenstehende. So steigt etwa das Risiko eines Unfalls. Personen, die Alkohol getrunken haben, sind meist leichtsinniger, risikofreudiger und können Gefahrensituationen weniger gut einschätzen als im nüchternen Zustand. Jede dritte Gewalttat in Deutschland wird zudem unter Alkoholeinfluss verübt.

Ab einem Alkoholgehalt von etwa 3 Promille im Blut kommt es zu einer schweren Alkoholvergiftung. In schweren Fällen kann der Tod durch Atemlähmung die Folge sein.

Verzerrte Wahrnehmung im Straßenverkehr durch Alkohol © iStock

Wer sich unter Alkoholeinfluss hinters Steuer setzt, gefährdet sich und andere.


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