Alkohol: Wirkungsweise

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (12. Januar 2011)

Schluck für Schluck wird Alkohol über die Blutbahn im ganzen Körper verteilt und zeigt dort Wirkung, so vor allem im Gehirn. Dort wirkt Alkohol auf die Informationsübertragung der Nervenzellen (Neuronen) ein. Dabei wird dosisabhängig das Hormon Dopamin freigesetzt. Dieser Botenstoff (Neurotransmitter) ist für das Glücksgefühl beim Alkoholkonsum zuständig, das auch andere Suchtmittel hervorrufen.

Alkohol gelangt größtenteils über den Dünndarm in den Blutkreislauf – in kleineren Mengen auch über den Magen und die Schleimhäute von Mund und Speiseröhre. Wie schnell diese Aufnahme erfolgt, ist unter anderem davon abhängig, wie viel und was der Konsument vorab gegessen hat. So wird Alkohol auf nüchternem Magen schneller wirken als nach dem Genuss einer herzhaften Mahlzeit.

Etwa 45 bis 75 Minuten nach dem Alkoholgenuss hat die Blutalkoholkonzentration den Höhepunkt erreicht. Nun hat die Leber viel zu tun, denn sie baut den größten Teil des Alkohols langsam wieder ab.

Geringe Alkoholmengen gehen über Atemluft, Schweiß und Urin verloren. Pro Stunde sinkt die Alkoholkonzentration im Blut bei Frauen um etwa 0,13 Promille, bei Männern um circa 0,15 Promille. Bis der Alkohol aus einem kleinen Glas Bier (0,25 l) oder aus einem Schnaps (0,04 l) abgebaut ist, benötigt die Leber etwa 1 bis 1,5 Stunden.

Das Bild zeigt eine Frau, die ein Glas Wein trinkt. © Jupiterimages/iStockphoto

Alkohol verteilt sich im gesamten Körper.


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