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Rundum vorsorgen – Teil 9: Heller Hautkrebs

Autor: Onmeda-Redaktion

Überblick

Die Fälle von "hellem Hautkrebs" haben in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Auch jüngere Menschen erkranken immer öfter. Als Hauptrisikofaktor gilt ein ausgiebiges und ungeschütztes Sonnenbaden. Doch früh erkannt, lässt sich heller Hautkrebs gut behandeln. Durch eine konsequente Vorsorge können Sie sich schützen.

Frau am Strand schmiert sich mit Sonnencreme an der Schulter ein

Schützen Sie Ihre Haut

Sie können selbst dazu beitragen, dass der helle Hautkrebs gar nicht erst entsteht, indem Sie dauerhafte und intensive Sonneneinstrahlung meiden. Dieser Schutz vor Sonnenbränden ist gerade für Menschen mit heller, lichtempfindlicher Haut unerlässlich. Denn die starke UV-Einstrahlung schädigt die Zellen. Besonders gefährdet sind Gesicht, Dekolleté, Unterarme und Handrücken.

Ein gutes Auge ist gefragt

Der helle Hautkrebs lässt sich oft schon als Frühform erkennen. Und das bereits mit bloßem Auge. Jeder Mensch sollte seine Haut auf mögliche Veränderungen hin beobachten. Dies gilt für hellen wie schwarzen Hautkrebs. Vor allem die Bereiche, die häufig dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, sollten Sie regelmäßig betrachten. Zeigen sich Auffälligkeiten, empfiehlt es sich in jedem Fall, einen Hautarzt (Dermatologen) aufzusuchen.

Welche Formen lassen sich unterscheiden?

Die häufigste Form des hellen Hautkrebses ist das Basaliom. Es tritt meist im Kopf-Hals-Bereich älterer Menschen auf. Basaliome sind hautfarben bis rötlich gefärbt und sehen häufig aus wie kleine, leicht erhabene, glatt-glänzende Knoten.

Das Spinaliom ist der zweithäufigste bösartige Tumor der Haut. Man vermutet, dass sogenannte aktinische Keratosen der Haut eine Vorstufe darstellen. In einigen Fällen gehen sie innerhalb von mehreren Jahren in ein Spinaliom über. Aktinische Keratosen erscheinen anfangs als kleine rötliche Flecken. Später können sie sich zu, flachen rötlichen Knötchen weiterentwickeln, die graubraun verhornt sind. Das Aussehen von Spinaliomen ist sehr variabel. Sie können warzenartig oder als nässende, geschwürartige Gewebedefekte erscheinen. Meist handelt es sich um unscharf begrenzte, rötliche, schuppende oder mit Krusten bedeckte Flecken.

Hautkrebs-Screening nutzen

Seit dem 1. Juli 2008 haben gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine Krebs-Früherkennungsuntersuchung der Haut. Dieses Hautkrebs-Screening zahlen die Krankenkassen und auch die Praxisgebühr müssen Sie nicht entrichten – Ansprechpartner sind Hautärzte oder speziell geschulte Hausärzte.

Lesen Sie im nächsten Teil der Serie Rundum vorsorgen Wissenswertes zum Thema Die Prostata im Blick.

Quellen:

Online-Informationen der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e.V. und der Deutschen Krebshilfe e.V.: Hautkrebs-Screening. www.hautkrebs-screening.de (Abrufdatum: 24.05.2011)

Online-Informationen der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.: Früherkennung/Vorsorge. www.krebsgesellschaft.de (Stand: 20.05.2011)

Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (GEKID) in Zusammenarbeit mit dem Robert Koch-Institut (RKI): Krebs in Deutschland. 6. überarbeitete, aktualisierte Ausgabe, Saarbrücken 2007

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