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Rundum vorsorgen – Teil 7: Brustkrebs früh erkennen

Autor: Onmeda-Redaktion

Überblick

Je früher Sie Brustkrebs erkennen und behandeln lassen, desto größer sind Ihre Heilungschancen. Aus diesem Grund spielt die Brustkrebs-Früherkennung eine bedeutende Rolle.

Man sieht eine Frau mit ihrer Ärztin bei einer Mammographie.

Die Brustkrebs-Früherkennung umfasst dabei folgende Untersuchungen:

  1. Selbstuntersuchung der Brust: Ab dem 30., besser schon ab dem 20. Lebensjahr, sollten Sie einmal im Monat ihre Brust selbst abtasten.
  2. Kontrollen durch den Frauenarzt: Im Rahmen der gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen haben Frauen ab dem 30. Lebensjahr einmal im Jahr Anspruch auf eine Krebsfrüherkennung beim Frauenarzt. Die Untersuchung beinhaltet ein ausführliches Gespräch sowie das Abtasten der Brüste und der umgebenden Lymphknoten.
  3. Mammographie: Ab 50 bis 69 Jahren können Frauen alle zwei Jahre eine routinemäßige Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brust) im Rahmen des gynäkologischen Früherkennungsprogramms wahrnehmen.

Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Brustkrebs werden für Frauen ab 30 Jahren von den gesetzlichen Krankenkassen angeboten und bezahlt. Sie finden im Rahmen der allgemeinen gynäkologischen Krebsfrüherkennung statt.

Mammographie

Bei der Mammographie handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung der Brust. Der Arzt beurteilt anhand des Röntgenbilds die normale, altersabhängige Beschaffenheit der Brust und achtet auf krankhafte Veränderungen. Bösartige Tumoren erkennt er meist an unregelmäßigen Gewebsverdichtungen ("Krebsfüßchen").

Ein Vorteil der Mammographie liegt darin, dass sich mit ihr kleine Verkalkungen (sog. Mikrokalk) entdecken lassen. Mikrokalk zeigt sich bei vielen bösartigen Tumoren der Brust als erstes sichtbares Anzeichen. Er bildet sich aber auch bei gutartigen Veränderungen. Die Mammographie kann die Verkalkungen bereits ab einer Größenordnung im Zehntelmillimeterbereich nachweisen.

Sonographie

Auch die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) ist eine wichtige Untersuchung, um Knoten in der Brust abzuklären. Kombiniert mit einer Mammographie lassen sich über 90 Prozent der Brustkrebserkrankungen mithilfe einer Sonographie erkennen.

Zudem gewinnt die Magnetresonanztomographie (MRT) an Bedeutung. So setzen Ärzte das MRT beispielsweise im Rahmen der Früherkennung bei Frauen mit einem besonders hohen Erkrankungsrisiko ein.

Brustkrebs (Mammakarzinom)


Brustkrebs ist mit jährlich circa 60.000 Neuerkrankungen in Deutschland das häufigste Krebsleiden der Frau. Hierzulande erkranken ungefähr zehn Prozent aller Frauen irgendwann in ihrem Leben an Brustkrebs. Der Altersgipfel liegt dabei zwischen dem 60. und 65. Lebensjahr.

Zu den Risikofaktoren für Brustkrebs zählen :

  • Übergewicht (Hormonproduktion und -stoffwechsel im Fettgewebe)
  • Späte oder keine Schwangerschaften
  • Später Eintritt in die Wechseljahre
  • Proliferative Mastopathie, eine zunächst gutartige Veränderung des Brustdrüsengewebes
  • Familiäre Belastung, d.h. bereits an Brustkrebs erkrankte nahe Verwandte in der Familie. Inzwischen ist bekannt, dass Mutationen in den Brustkrebsgenen BRCA 1, 2, oder 3 bei etwa fünf Prozent der Brustkrebs-Patientinnen ursächlich in Verbindung stehen. Man empfiehlt deshalb Frauen, auf die eins der folgenden Kriterien zutrifft, einen Gentest durchführen zu lassen:
    • zwei weibliche Familienmitglieder mit Brust- oder Eierstockkrebs, von denen mindestens eine vor dem 50. Lebensjahr erkrankt ist
    • Mutter oder Schwester mit einseitigem Brustkrebs vor dem 30. Lebensjahr odermit beidseitigem Brustkrebs vor dem 40. Lebensjahr oder mit Eierstockkrebs vor dem 40. Lebensjahr
    • ein männlicher Verwandter mit Brustkrebs
  • Hormontherapie, insbesondere die Östrogenbehandlung im Rahmen der Wechseljahre

Lesen Sie im nächsten Teil der Serie Rundum vorsorgen Wissenswertes zum Thema Hautkrebs früh erkennen.

Quellen:

Online-Informationen der Deutschen Krebshilfe e. V.: www.krebshilfe.de (Stand 2011)

Online-Informationen der Deutschen Krebsgesellschaft e. V.: www.krebsgesellschaft.de (Stand: September 2010)

Online-Informationen des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg, Krebsinformationsdienst KID: Früherkennung und Behandlung von Krebsvorstufen. www.krebsinformationsdienst.de (Stand: Februar 2010)

Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (GEKID) in Zusammenarbeit mit dem Robert Koch-Institut (RKI): Krebs in Deutschland. 6. überarbeitete, aktualisierte Ausgabe, Saarbrücken 2010

Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Senologie: www.senologie.org (Stand: 2008)

Goerke, K., Steller, J. und Valet, A.: Klinikleitfaden Gynäkologie und Geburtshilfe. Urban & Fischer, München 2003

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