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Vitamine & Co. – Teil 13: Biotin

Autor: Onmeda-Redaktion

Überblick

Biotin spielt als Vitamin der B-Gruppe eine wichtige Rolle in den Stoffwechselprozessen des menschlichen Körpers. Das Vitamin Biotin wird den B-Vitaminen zugeordnet und ist an mehreren wichtigen Körperfunktionen beteiligt.

Pilze auf einem Holzlöffel

Wichtige Biotinquellen sind Leber, Niere und Eigelb. Gemüse wie Sojabohnen, Nüsse, Spinat, Pilze und Linsen haben ebenfalls einen hohen Gehalt an Biotin. Auch mageres Fleisch, Obst, Getreide und Brot enthalten Biotin. In vielen pflanzlichen Lebensmitteln ist Biotin in freier Form vorhanden. In tierischen Lebensmitteln und Hefe muss Biotin zunächst aus Proteinverbindungen gelöst werden. Nur dann kann es vom Körper aufgenommen werden.

Wieviel Biotin sollte es sein?

Der Tagesbedarf an Biotin beträgt Schätzungen zufolge zwischen 30 und 60 Mikrogramm. Ein genauer Bedarf ist nicht bekannt, da davon ausgegangen wird, dass jeder Mensch durch den Verzehr normaler Lebensmittel die benötigte Menge erreicht. Raucher, Sportler, Schwangere und Stillende sowie Menschen mit Bionitidase-Mangel sollten besonders auf eine ausreichende Biotinzufuhr zu achten.

Um den durchschnittlichen Tagesbedarf an Biotin zu decken, reichen beispielsweise 250 Gramm Rührei oder 220 Gramm Haferflocken. Schon 70 Gramm Erdnussbutter oder 50 Gramm getrocknete Steinpilze können den Tagesbedarf an Biotin decken.

Biotinmangel

Ein Mangel an Biotin kann dadurch entstehen, dass täglich mehrere rohe Eier verzehrt werden, da ein im Eiweiß enthaltener Stoff das Biotin bindet, sodass der Körper es nicht mehr aufnehmen kann. Durch längeres Erhitzen von Eiern über 100 Grad Celsius wird dieser Stoff zerstört. Generell treten in den Industrieländern selten Mangelerscheinungen auf, es sei denn bei extremer Fehlernährung oder Alkoholismus. Es gibt eine angeborene Erbkrankheit, bei der ein für die Freisetzung von Biotin aus Lebensmitteln wichtiges Enzym, die Biotinidase, fehlt. Sie führt zu einem Mangel schon bei Säuglingen und muss ein Leben lang durch zusätzliche Biotingaben behandelt werden.

Vergangene Tipps dieser Themenserie finden Sie hier: Vitamine & Co. .

Quellen:

Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.: www.dge.de (Stand: 16. Juni 2009)

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 2009)

Pietrzik, K., Golly, I., Loew,D.: Handbuch Vitamine. Urban & Fischer, München 2008

Der Brockhaus Ernährung. Brockhaus, Leipzig 2008

Schauder, P., Ollenschläger, G.: Ernährungsmedizin. Urban & Fischer, München 2006

Elmadfa, I., Leitzmann, C.: Ernährung des Menschen. UTB, Stuttgart 2004

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