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Verhütung – Teil 16: Verhütungs-Computer

Autor: Onmeda-Redaktion

Überblick

Mit Verhütungs-Computern können Sie Ihre fruchtbaren Tage bestimmen. Dazu geben Sie entweder Ihre Temperatur an oder es werden bestimmte Hormone in Ihrem Urin bestimmt. Andere Modelle untersuchen Körpersekrete wie etwa Zervixschleim und Speichel.

Das Bild zeigt eine junge Frau, die sich an die Schulter fasst.

Diese Geräte sind keine eigentlichen Verhütungsmethoden, sondern dienen eher der natürlichen Familienplanung als der Verhütung. Sie sollen den Eisprung und somit die fruchtbaren Tage schneller und ohne eigene Kurvenführung bestimmen. Die Sicherheit richtet sich daher nach der jeweiligen Verhütungsmethode, die der Computer unterstützt. Mit einem Verhütungs-Computer können Sie auch planen, schwanger zu werden.

Temperatur-Computer

Ein Temperatur-Computer misst die Basaltemperatur über ein angeschlossenes Thermometer, speichert diese Werte und wertet sie über den gesamten Menstruationszyklus aus. Das Kurvenführen und selbst Auswerten ist damit hinfällig.

Der Pearl-Index der Temperatur-Computer liegt bei etwa 2 bis 10.

Hormonmessung im Urin

Bei der Hormonmessung im Urin bestimmt der Computer die Hormonkonzentration des luteinisierenden Hormons (LH) und Östron-3-Glucuronids (E3G), indem ein Teststreifen kurz in den Morgenurin eingetaucht und vom Gerät analysiert wird. Diese Hormone signalisieren die fruchtbaren beziehungsweise unfruchtbaren Tage der Frau. Das Gerät besitzt drei farbige Leuchten und ein Display.

Zu Beginn der Regel wird ein Knopf gedrückt und es erscheint ein grünes Licht. Nach einigen Tagen wechselt das Licht von grün zu gelb. Gelb signalisiert, dass ein Teststreifen in das Gerät eingeführt werden soll. Im ersten Monat müssen 16 Messungen, in den folgenden Monaten acht vorgenommen werden. Leuchtet am Gerät das grüne Licht, kann mit der vorgegebenen Sicherheit keine Schwangerschaft entstehen. Rot zeigt dagegen die fruchtbaren Tage an. Leuchtet das gelbe Licht, muss eine erneute Messung mit einem neuen Teststreifen durchgeführt werden.

Diese Methode eignet sich besonders für feste Partnerschaften. Sie sollte nur angewendet werden:

  • bei einer Zykluslänge von mehr als 23 und weniger als 35 Tagen,
  • nach Absetzen der Pille ab Beginn des 3. Zyklus,
  • nach Beendigung der Stillperiode ebenfalls ab Beginn des 3. Zyklus.

Die Methode sollte nicht angewendet werden:

Der Pearl-Index der Hormonmessung per Computer beträgt 5 bis 6.

Kombinations-Computer

Einige Geräte messen neben der Basaltemperatur auch das luteinisierende Hormon (LH) im Urin mittels eines Stäbchentests oder berücksichtigen die Veränderungen des Zervixschleims bei der Bestimmung der fruchtbaren Tage.

Lesen Sie heute in einer Woche Wissenswertes zum Thema Verhütungsring. Vergangene Tipps dieser Themenserie finden Sie hier: Verhütung.

Quellen:

Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG): Empfängnisverhütung. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 015/015 (Stand: Mai 2008)

Online-Informationen der pro familia e.V.: www.profamilia.de (Stand: Juli 2007)

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