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Rundum schwanger – Teil 19:

Autor: Onmeda-Redaktion

Impfungen

In den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft sollten grundsätzlich keine Impfungen durchgeführt werden. Mit Beginn des zweiten Schwangerschaftsdrittels, also ab dem vierten Monat, sind Impfungen mit Totimpfstoffen (z.B. Tetanus) unbedenklich. Bei Impfungen mit Lebendimpfstoffen wie gegen Masern oder Röteln besteht während der gesamten Schwangerschaft die Gefahr, dass das Baby sich mit dem Impfvirus infiziert.

Das Bild zeigt Spritzen.

Hatte eine schwangere Frau Kontakt mit Personen, die an Hepatitis A oder Hepatitis B, FSME, Windpocken, Mumps oder Röteln erkrankt sind, sollte möglichst schnell eine passive Immunisierung mit Immunglobulin-Präparaten erfolgen, damit diese prophylaktisch wirken können.

Wenn Sie sich versehentlich während einer Schwangerschaft impfen lassen haben, weil Sie von der Schwangerschaft noch nichts wussten, sollte ein Arzt mit Ihnen zusammen das mögliche Impfrisiko für das ungeborene Kind besprechen. Ein medizinischer Grund für einen Schwangerschaftsabbruch ist dies keineswegs.

Unbedenkliche Impfungen

Impfstoff Impfung gegen ... bedenklich / unbedenklich
Totimpfstoffe Grippe ++
Kinderlähmung +
Tetanus +
Hepatitis A / Hepatitis B (+)
FSME (+)
Keuchhusten (+)
Diphtherie (+)
Meningokokken (+)
Pneumokokken (+)
Lebendimpfstoffe Tollwut (+)
Masern -
Mumps -
Röteln -

++ = empfohlen, + = erlaubt, (+) = Impfung bei gefährdeten Personen vorzuziehen, – = kritisch

Lesen Sie heute in einer Woche Wissenswertes zum Thema Zahnschmerzen. Vergangene Tipps dieser Themenserie finden Sie hier: Schwangerschaft.

Quellen:

Online-Informationen des Berufsverbands der Frauenärzte e.V.: www.frauenaerzte-im-netz.de (Stand: 2010)

Kretschmer, H., Kusch, G., Scherbaum, H.: Reisemedizin. Urban & Fischer, München 2006

Croon, M.: Schwanger werden. Trias, Stuttgart 2005

Kitzinger, S.: Schwangerschaft & Geburt. Dorling Kindersley, Starnberg 2005

Stauber, M., Weyerstrahl, T.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2005

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