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Naturapotheke – Teil 1: ArtischockeAutor: Onmeda-Redaktion ÜberblickDie Artischocke ist eine bis zu zwei Meter hohe, distelartige und ausdauernde Kulturpflanze mit fiederspaltigen Blättern. Medizinisch verwendet man die getrockneten, ganzen oder geschnittenen Grundblätter sowie das getrocknete oder frische Kraut der Artischocke. Vereinzelt werden auch die Wurzeln, die Blütenknospen oder ein Presssaft aus frischen Pflanzenteilen eingesetzt. In den geläufigen Arzneimitteln sind meist Trockenextrakte aus den frischen Artischockenblättern enthalten. Ein artischockenhaltiger Tee dagegen enthält meist die Artischockenwurzel. Artischockenblätter und -wurzeln enthalten Flavonoide und Chinasäurederivate. Diese steigern die Gallenabsonderung und schützen die Leberzellen. Zusätzlich haben die Inhaltsstoffe eine Wirkung auf den Fettstoffwechsel und senken die Blutfettwerte. AnwendungsgebieteDie Artischocke eignet sich zur Linderung von bestimmten Verdauungsbeschwerden (dyspeptische Beschwerden), besonders, wenn eine Störung des ableitenden Gallensystems zugrunde liegt. Traditionell verwendet man die Artischocke zur Unterstützung der Verdauung, bei Blähungen und bei Appetitlosigkeit. In der Volksmedizin wird die Artischocke vorbeugend als Leberschutzmittel genutzt. Außerdem wirkt sie unterstützend gegen hohe Blutfettwerte (Hyperlipidämie). Dosierung und AnwendungDie Artischocke wird als Extrakt oder Tee verwendet: Vor den Mahlzeiten wird eine Tasse Tee getrunken. Von dem Extrakt der Heilpflanze werden dreimal täglich 300 bis 400 Milligramm eines Wasserauszugs aus frischer oder getrockneter Artischocke eingenommen. Sechs Gramm getrocknete Artischockenblätter entsprechen etwa 30 Gramm frischen Blättern. Frischpflanzenpresssaft sollte entsprechend der Gebrauchsinformation eingenommen werden. Die empfohlene Tageshöchstdosis beträgt sechs Gramm. Lesen Sie heute in einer Woche Wissenswertes zum Thema Flohsamen. Quellen:Kraft, K.: Phytotherapie. Thieme, Stuttgart 2000 Wenigmann, M.: Phytotherapie. Arzneipflanzen Wirkstoffe Anwendung, Urban & Fischer, München 1999 Halten Sie sich auf dem Laufenden: Abonnieren Sie jetzt unsere Gesundheits-Tipps – täglich neu im RSS-Feed. Das könnte Sie auch interessieren
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