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Impfen schützt – Teil 9: Kleine ImpfstoffkundeAutor: Onmeda-Redaktion ÜberblickImpfstoffe werden – abhängig von ihren Bestandteilen – in zwei Hauptgruppen unterteilt: in Lebendimpfstoffe und Totimpfstoffe. Sie können einzeln oder teilweise auch in Kombination verabreicht werden. Lebendimpfstoffe enthalten geringe Mengen vermehrungsfähiger Krankheitserreger, die durch verschiedene Verfahren abgeschwächt wurden. Ein Vorteil von Lebendimpfstoffen besteht darin, dass sie eine echte Krankheit sozusagen im Kleinen durchspielen und daher oft eine gute und lang anhaltende Immunität erzeugen. Ihr Nachteil: In sehr seltenen Fällen können ernsthafte Nebenwirkungen auftreten. Lebendimpfstoffe werden zum Beispiel gegen Mumps, Masern, Röteln, Windpocken, Gelbfieber oder Tuberkulose eingesetzt. Totimpfstoffe enthalten abgetötete oder nicht vermehrungsfähige Teile von Krankheitserregern. Die Erreger oder ihre Bestandteile werden dafür durch chemische oder physikalische Maßnahmen inaktiviert – beispielsweise mit Formalin behandelt oder erhitzt. Oft reicht ein einziges typisches Merkmal eines Krankheitserregers im Impfstoff dazu aus, das Immunsystem zur Antikörper-Bildung anzuregen. Totimpfstoffe haben folgende Vorteile:
Totimpfstoffe werden zum Beispiel bei der Impfung gegen Keuchhusten, Grippe oder Tollwut eingesetzt. Im KombipackImpfstoffe können aber auch gemischt eingesetzt werden: In sogenannten Kombinationsimpfstoffen sind Impfstoffe gemischt, die gegen bis zu sechs Krankheiten schützen und gleichzeitig verabreicht werden können. Hierdurch bleiben mehrfache Injektionen erspart – dies steigert besonders bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen die Impfakzeptanz. Eine Dreifachimpfung gibt es beispielsweise gegen Masern, Mumps und Röteln beziehungsweise gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus. Eine Vierfachimpfung ist in Kombination mit Haemophilus influenzae Typ B verfügbar. Eine Sechsfachimpfung existiert gegen Poliomyelitis, Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Haemophilus influenzae Typ B-Infektionen sowie Hepatitis B. Lesen Sie im nächsten Teil der Serie Impfen schützt Wissenswertes zum Thema Meningitis. Quellen:Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.kindergesundheit-info.de (Stand: September 2008) Online-Informationen des Paul-Ehrlich-Instituts: www.pei.de (Stand: September 2008) Online-Informationen des Universitätsklinikums Leipzig: www.uniklinikum-leipzig.de (Stand: 2004) Halten Sie sich auf dem Laufenden: Abonnieren Sie jetzt unsere Gesundheits-Tipps – täglich neu im RSS-Feed. Das könnte Sie auch interessieren
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