Sie befinden sich hier:

Startseite > Aktuelles > Tipp des Tages > Impfen schützt – Teil 8

Impfen schützt – Teil 8: Empfohlene Impfungen

Autor: Onmeda-Redaktion

Überblick

Eine Impfung schützt nicht nur einen selbst vor einer Krankheit – sie verhindert auch indirekt, dass die Erreger auf andere Menschen übertragen werden und sich somit weiter verbreiten.

Das Bild zeigt eine Patientin und eine Ärztin im Gespräch.

Aus diesem Grund reißt eine Infektionskette beispielsweise ab, sobald viele Menschen in einer Bevölkerung geimpft sind. Wird eine Infektionskrankheit nur zwischen Menschen übertragen, kann sie durch Impfungen sogar nahezu ausgerottet werden. Das ist zum Beispiel bereits bei den Pocken der Fall. Möglich wäre dies auch bei Masern, Kinderlähmung (Polio) und auch bei Hepatitis B, an der weltweit jedes Jahr immer noch mehr als eine Million Menschen sterben.

Standardimpfungen

Vor bestimmten Erkrankungen sollte man sich permanent schützen. Viele der Standardimpfungen verhindern sogenannte Kinderkrankheiten wie Masern, Mumps oder Keuchhusten. Trotz des harmlosen Begriffs "Kinderkrankheiten" stellen gerade diese Infektionskrankheiten zum Teil recht aggressive Beschwerdebilder dar, die bleibende Schäden verursachen können.

Gegen folgende Erkrankungen beziehungsweise Erreger werden Impfungen empfohlen:

Frauen vor dem ersten Sexualkontakt (in der Regel Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren) sollten außerdem gegen das humane Papillomvirus (HPV) geimpft werden, um sich vor Gebärmutterhalskrebs zu schützen. Die Impfung ist auch bei bereits sexuell aktiven Frauen zu empfehlen, jedoch sinkt der Impfschutz mit steigender Partneranzahl.

Wer sollte sich impfen lassen?

Grundsätzlich gilt: Die empfohlenen Standardimpfungen sollten unabhängig vom Alter immer gemacht werden.

Die Impfung von Babys, Kleinkindern und Kindern wird sogar dringend angeraten. Erwachsene sollten den im Kindesalter erworbenen Impfschutz regelmäßig auffrischen. Denn als Folge der zunehmenden Reisefreudigkeit, aber auch durch die verbreitete Impfmüdigkeit bei Erwachsenen, sind Infektionskrankheiten wieder auf dem Vormarsch.

Folgende Personengruppen sollten sich gegebenenfalls zusätzlich impfen lassen:

  • Geschäftsreisende: Personen, die oft im Ausland unterwegs sind, sollten sich gegen Polio sowie Hepatitis A und B impfen lassen. Weitere Impfempfehlungen sind vom jeweiligen Reiseland abhängig.
  • Berufstätige mit erhöhter Infektionsgefahr: Personen, die im Pflegebereich und in der Lebensmittelverwaltung arbeiten, wird empfohlen, sich gegen Hepatitis A und B sowie gegen Grippe (Influenza) impfen zu lassen. Dies gilt ebenfalls für Ärzte und Berufstätige, die möglicherweise Kontakt zu infektiösen Material haben.
  • Senioren: Gerade Senioren sind durch Infektionskrankheiten gefährdet, da ihr Immunsystem Krankheitserreger häufig nur bedingt abwehren kann. Appetitlosigkeit und mangelnde Versorgung können ihr Abwehrsystem zusätzlich schwächen. Aus diesem Grund wird Senioren besonders empfohlen, sich gegen Grippe und Pneumokokken durch eine Impfung zu schützen.

Lesen Sie im nächsten Teil der Serie Impfen schützt Wissenswertes zum Thema Kleine Impfstoffkunde.

Quellen:

Online-Informationen des Robert Koch-Instituts: www.rki.de (Stand: Juli 2007)

Doerr, H., Gerlich, W.: Medizinische Virologie. Grundlagen, Diagnostik und Therapie virologischer Krankheitsbilder. Thieme, Stuttgart 2002.

Westhofen, M.: Hals-Nasen-Ohrenheilkunde systematisch. UNI-MED, Bremen, 2001.

Halten Sie sich auf dem Laufenden: Abonnieren Sie jetzt unsere Gesundheits-Tipps – täglich neu im RSS-Feed.

Das könnte Sie auch interessieren

Tipp des Tages

Tipp des Tages

Finden Sie hier täglich spannende und informative Tipps – an jedem Wochentag zu einem bestimmten Thema! mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Leben mit Krebs

Leben mit Krebs

Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...

Weitere Themen:

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.