Sie befinden sich hier:

Startseite > Aktuelles > Tipp des Tages > Impfen schützt – Teil 6

Impfen schützt – Teil 6: Schutz vor Grippe

Autor: Onmeda-Redaktion

Überblick

Alljährlich im Winter hat sie Hochsaison – die Grippe (Influenza). Influenzaviren sind – wie auch das Schweinegrippe-Virus – hoch ansteckend und werden häufig unterschätzt. Experten raten zu einer Grippeschutzimpfung, im Volksmund meist Grippeimpfung genannt. Sie ist die einzig nachgewiesene effektive Maßnahme gegen Grippe.

Immunsystem stärken

Mit der Impfung gelingt es, bis zu 90 Prozent der Geimpften vor einer Erkrankung zu schützen. Bei älteren Menschen ist die Schutzrate geringer. Die Grippeimpfung hilft zumindest, einen milden, komplikationslosen Verlauf der Influenza zu erreichen. Wichtig ist, die Gefahr für schwerwiegende Komplikationen, wie zum Beispiel eine Lungenentzündung, zu verringern. Eine Impfung gegen Grippe muss jedes Jahr wiederholt werden. Da sich jedes Jahr andere Grippeviren verbreiten, ist es nicht möglich, den Schutz einer Grippeimpfung über mehrere Jahre hinweg aufrecht zu erhalten, wie es bei einigen anderen Schutzimpfungen der Fall ist.

Wer sollte sich impfen lassen?

Für folgende Personengruppen ist es ratsam, sich gegen Grippe impfen zu lassen:

  • Personen über 60 Jahre
  • Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel (zweites Trimenon) (bei erhöhter Gesundheitsgefahr wegen einer anderen Grunderkrankung ab dem ersten Trimenon)
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung infolge eines Grundleidens wie chronische Lungen-, Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten, chronischen neurologischen Erkrankungen wie multiple Sklerose, Immunschwäche, HIV-Infektion
  • Personen mit erhöhter Gefährdung (z.B. medizinisches und pflegendes Personal und Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr)
  • Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen
  • Personen, die direkten Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln haben
  • Alle, wenn "eine intensive Epidemie aufgrund von Erfahrungen in anderen Ländern droht"

Durchführung

Die Grippeimpfung sollte vorzugsweise im Oktober oder November durchgeführt werden. Nach der Impfung benötigt das Immunsystem rund 14 Tage, um einen vollständigen Schutz aufzubauen. Wer unter einer akuten fieberhaften Erkrankung leidet, sollte mit der Grippeimpfung bis zwei Wochen nach der Genesung warten.

Nebenwirkungen

Bei der Grippeimpfung beschränken sich die Nebenwirkungen überwiegend auf harmlose, vorübergehende Erscheinungen wie Rötungen, Schwellungen, Fieber und Störungen des Allgemeinbefindens.

Selten treten schwerere Reaktionen auf. Allergisch bedingte Nebenwirkungen können bei jeder Impfung auftreten. Für Menschen mit einer Hühnereiweiß-Allergie kann die Grippeimpfung lebensgefährlich sein; in diesem Fall kann ein eiweißfreier Impfstoff genutzt werden.

Lesen Sie im nächsten Teil der Serie Impfen schützt Wissenswertes zum Thema Schutz vor FMSE.

Quellen:

Epidemiologisches Bulletin, Nr. 30/2010: Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut. Stand: August 2010. Robert Koch-Institut, Berlin (02.08.2010)

RKI-Ratgeber Infektionskrankheiten: Influenza. www.rki.de (Stand: 07.12.2009)

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 2008)

Informationen der Pressekonferenz der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI): Influenza – Was bedeutet das für Arzt und Patient? (Stand: 04.09.2007)

Epidemiologisches Bulletin 30/2007: Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (Stand: 27.07.2007)

Lehnert, H., Werdan, K.: Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2006

Schaberg, T.: Grippeschutzimpfung. Abstract, Robert Koch-Institut, Online-Publikation (12.09.2006)

Hahn, J.M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart, 2002

Halten Sie sich auf dem Laufenden: Abonnieren Sie jetzt unsere Gesundheits-Tipps – täglich neu im RSS-Feed.

Das könnte Sie auch interessieren

Tipp des Tages

Tipp des Tages

Finden Sie hier täglich spannende und informative Tipps – an jedem Wochentag zu einem bestimmten Thema! mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Leben mit Krebs

Leben mit Krebs

Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...

Weitere Themen:

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.