Startseite > Aktuelles > Tipp des Tages > Impfen schützt – Teil 13
Autor: Onmeda-Redaktion
Windpocken-Viren (Varicella-Zoster-Virus) werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Windpocken sind hochansteckend und treten meist im Kindesalter auf.
Durch schlafende, in Nervenendigungen liegende Viren kann außerdem nach vielen Jahren eine Zweiterkrankung, die Gürtelrose, durch denselben Virus hervorgerufen werden.
Neben allgemeinen Krankheitssymptomen kommt es zu einem typischen, Bläschen bildenden und heftig juckenden Ausschlag. Schwere Krankheitsverläufe und Komplikationen kommen häufiger bei Infektionen im Erwachsenenalter und bei Menschen mit einer Immunschwäche vor. Die Therapie der Windpocken erfolgt meist durch juckreizlindernde Medikamente und Lotionen wie zum Beispiel eine Zinkschüttelmixtur. Die Verwendung von Salben bringt jedoch die Gefahr von bakteriellen Sekundärinfektionen auf der erkrankten Haut unter der relativ luftdichten Salbe mit sich.
Eine Vorbeugung gegen Windpocken ist jedoch durch eine Impfung möglich. Entweder in Form einer aktiven Lebendimpfung oder – in Sonderfällen – einer passiven Immunisierung.
Die Windpocken-Schutzimpfung wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Kinder und Jugendlichen empfohlen. Sie sollte vorzugsweise im Alter von 11 bis 14 Monaten erfolgen. Auch eine spätere Impfung ist jederzeit möglich und wird empfohlen, vor allem für ungeimpfte 12- bis bis 17-Jährige ohne vorherige Windpocken-Erkrankung.
Empfohlen wird darüber hinaus eine Impfung für besonders gefährdete Personen, zum Beispiel Kinder mit Tumorerkrankungen sowie deren Kontaktpersonen. Ebenfalls empfiehlt sich eine Impfung gegen Windpocken bei der Neueinstellung von empfänglichen Beschäftigten in Gemeinschaftseinrichtungen für das Vorschulalter.
Online-Informationen des Robert Koch-Instituts: www.rki.de (Stand: September 2008)
Robert Koch-Institut: Ratgeber Infektionskrankheiten, Merkblätter für Ärzte. Varizellen (Windpocken), Herpes zoster (Gürtelrose) (Stand: 2006)
Kurz, R.: Checkliste Pädiatrie. Thieme, Stuttgart 2000
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