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Impfen schützt – Teil 12: Hepatitis BAutor: Onmeda-Redaktion ÜberblickHepatitis B ist eine meldepflichtige Entzündung der Leber, die durch eine Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV) hervorgerufen wird. Der Krankheitserreger wird über Blut oder andere Körperflüssigkeiten wie Sperma übertragen. Mehr als die Hälfte aller HBV-Infektionen gehen in Deutschland auf sexuelle Übertragung zurück. Nach einer Inkubationszeit von bis zu sechs Monaten treten bei einer Hepatitis B Beschwerden wie Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht auf. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in einen chronischen Verlauf über, wobei schwerwiegende Komplikationen auftreten können. Zur Vorbeugung werden die Schutzimpfung und allgemeine Vorsichtsmaßnahmen empfohlen. Schutzimpfung1995/96 wurde die Impfung in den allgemeinen Impfkalender der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Säuglinge und Jugendliche aufgenommen. Empfohlen wird die Anwendung eines aktiven Kombinationsimpfstoffs gegen Hepatitis A und B, der in Deutschland seit einiger Zeit zugelassen ist. Hierbei werden zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen verabreicht. Um ausreichenden Langzeitschutz von etwa zehn Jahren zu erreichen, muss eine dritte Impfung nach sechs Monaten erfolgen. Die Wirksamkeit der Impfung ist zuverlässig, die Verträglichkeit in der Regel gut. Auch eine zweimalige Impfung mit einem Impfstoff, der sich ausschließlich gegen Hepatitis B richtet, ist möglich. Daneben sollten auch allgemeine Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um eine Infektion zu vermeiden. Hierzu gehören das Benutzen von Kondomen beim Geschlechtsverkehr, ausreichende Kontrollen bei Blutkonserven und Blutprodukten, Schutz vor Blutkontakt für medizinisches Personal und das Benutzen sauberer Spritzen bei Drogenabhängigkeit. Lesen Sie im nächsten Teil der Serie Impfen schützt Wissenswertes zum Thema Windpocken. Quellen:Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen: Diagnostik, Verlauf und Therapie der Hepatitis-B-Virusinfektion. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 021/011 (Stand: 2004) Diesfeld, H.J., Krause, G. und Teichmann, D.: Praktische Tropen- und Reisemedizin. Thieme, Stuttgart 2003 Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2006 Epidemiologisches Bulletin Nr. 46/2006: Zur Situation wichtiger Infektionskrankheiten in Deutschland. Virushepatitis B, C und D im Jahr 2005, Robert Koch-Institut, Berlin (Stand: 17.11.2006) RKI-Ratgeber Infektionskrankheiten – Merkblätter für Ärzte: Hepatitis B. Robert Koch-Institut, Berlin (Stand: 01.08.2004) Halten Sie sich auf dem Laufenden: Abonnieren Sie jetzt unsere Gesundheits-Tipps – täglich neu im RSS-Feed. Das könnte Sie auch interessieren
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