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Hormone – Teil 3:

Autor: Onmeda-Redaktion

Adrenalin – der besondere Kick

In Angstsituationen oder bei Aufregung steht der Körper förmlich unter Strom und man ist plötzlich hellwach. Dafür ist das Hormon Adrenalin verantwortlich. Es sorgt dafür, dass sich der Körper schnell auf Stresssituationen einstellt und leistungsfähiger wird.

Das Bild zeigt die Augen eines Manns.

Adrenalin gehört zu den sogenannten Stresshormonen und kann den menschlichen Organismus innerhalb von Sekunden in Alarmbereitschaft versetzen. Es passt das Herz-Kreislauf-System und den Stoffwechsel an stressbedingte höhere Belastungen an und stellt dem Körper zusätzliche Energiereserven zur Verfügung.

Für den Notfall gerüstet

Ursprünglich hat sich dieser Mechanismus entwickelt, damit bestimmte körperliche Funktionen bei plötzlich eintretenden Gefahren in Sekundenschnelle einsatzbereit sind. So war der Mensch in früheren Zeiten durch einen Adrenalinschub blitzschnell in der Lage, unerwartet vor wilden Tieren zu flüchten oder gegen Feinde zu kämpfen.

Heute gerät man zwar nur noch selten in solche Situationen – die körperlichen Reaktionen stellen sich in Angstsituationen jedoch trotzdem ein, damit Sinne, Muskeln, Kreislauf und Atmung für den Notfall gerüstet sind.

Körpereigenes Alarmsystem

Adrenalin wird im Nebennierenmark gebildet. Bei körperlichem und seelischem Stress oder vermehrter körperlicher Aktivität setzt das Nebennierenmark Adrenalin direkt ins Blut frei. Es verteilt sich im Körper und erreicht so die Organe und Zellen, die bei der Fluchtreaktion eine Rolle spielen.

Adrenalin erhöht den Puls, steigert den Blutdruck und erweitert die Pupillen. Es beschleunigt die Atmung und erweitert die Bronchien – so werden die Zellen gut mit Sauerstoff versorgt, den sie zur Energiegewinnung brauchen. Darüber hinaus setzt Adrenalin Zucker und Fette frei, sodass der Körper den erhöhten Energiebedarf in Belastungssituationen decken kann.

In einem solchen Moment werden zweitrangige Organe förmlich "heruntergefahren": Adrenalin verlangsamt die Darmbewegung und drosselt die Darmdurchblutung.

Unter Hochspannung

Im Gehirn steigert Adrenalin die Aufmerksamkeit und löst eine starke Erregung aus, die mit Angstgefühlen verbunden sein kann.

Auch äußerlich zeigt sich der Adrenalin-Kick: Der Körper fängt an zu zittern, kalter Schweiß bricht aus und das Herz rast. Der Körper steht unter Hochspannung und ist für den Ernstfall gewappnet.

Lesen Sie heute in einer Woche Wissenswertes zum Thema Insulin. Vergangene Tipps dieser Themenserie finden Sie hier: Hormone.

Quellen:

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand 2010)

Silbernagl, S., Despopoulos, A.: Taschenatlas der Physiologie. Thieme, Stuttgart 2007

Martin, M.: Labormedizin in der Naturheilkunde. Elsevier, München 2006

Online-Information der Neurologen und Psychiater im Netz: www.neurologen-psychiater-im-netz.de (Stand: 2005)

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