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Gesund schlafen – Teil 8: Schlafapnoe – Zu wenig Sauerstoff im Schlaf

Autor: Onmeda-Redaktion

Überblick

Sie sind regelmäßig tagsüber müde und leiden unter Konzentrationsstörungen? Dann könnte das sogenannte Schlafapnoesyndrom ein möglicher Grund sein. Die Ursachen dieser häufig unerkannten Schlafstörung sind bis heute nicht genau bekannt. Trotzdem können Sie aktiv etwas gegen eine Schlafapnoe tun.

Ein Mann mit Schlafstörungen

Charakteristisch für die Schlafapnoe sind Atemaussetzer während des Schlafs, die in der Nacht mehrmals auftreten. Das Wort Schlafapnoe stammt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie ohne Luft.

Atempausen und Schnarchen

Lautes, unregelmäßiges Schnarchen, in Verbindung mit Atempausen, ist oft der unmittelbare Hinweis auf eine Schlafapnoe. Neben Blutuntersuchungen und Lungenfunktionstests kann auch das Schlaflabor bei der Apnoe-Diagnostik helfen.

Die häufigste Form ist das sogenannte obstruktive Schlafapnoesyndrom: Hierbei verengen (obstruieren) sich die Atemwege durch die Erschlaffung der Schlundmuskulatur. In der Folge kommt es zu einem Sauerstoffmangel und einem Anstieg des Kohlendioxids (CO2) im Blut – mit deutlich verlangsamter Pulsfrequenz. Der CO2-Anstieg signalisiert dem Gehirn, die Atemfrequenz zu erhöhen. Die Folge: Die Betroffenen hyperventilieren und es kommt zu einer Öffnung der Atemwege mit gleichzeitiger Steigerung der Herzfrequenz.

Was Sie tun können

In den meisten Fällen können Sie schon durch den Verzicht auf Alkohol, durch regelmäßige Schlafzeiten sowie das Schlafen in Seitenlage den Symptomen einer Schlafapnoe entgegenwirken. Bei Übergewicht hilft eine Gewichtsreduzierung . Sind diese Maßnahmen erfolglos, empfiehlt sich die nächtliche Benutzung eines Atemtherapiegeräts in Kombination mit einer Atemmaske. Die Maskenbeatmung erzeugt einen Überdruck in den Atemwegen und hält sie so während des Schlafs offen. Atempausen und Schnarchen werden vermieden. Im Schlaflabor wird eine solche Maske individuell angepasst und deren Handhabung erlernt.

Vergangene Tipps dieser Themenserie finden Sie hier: Gesund schlafen.

Quellen:

Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2010

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 2010)

Lehnert, H., Werdan, K.: Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2006

Arnold, W., Ganzer, U.: Checkliste Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Thieme, Stuttgart 2005

Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie: Therapie der obstruktiven Schlafapnoe des Erwachsenen. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 017/069 (Stand: 08/2009)

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