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Gesunde Ernährung für Ihr Kind – Teil 2: Flaschennahrung

Autor: Onmeda-Redaktion

Überblick

Kann oder möchte die Mutter nicht stillen, ist industriell hergestellte Fertigmilch die beste Alternative zur Muttermilch.

Man sieht ein Fläschchen vor einem Babyphon.

Flaschennahrung sollten Sie nicht selbst herstellen! Wird zur eigenen Zubereitung von Flaschenernährung Kuhmilch, Sojamilch, Mandelmilch oder Frischkornmilch verwendet, können Unverträglichkeiten, Allergien und Fehlernährungen auftreten. Auch die für Säuglinge äußerst wichtige Lebensmittelhygiene ist dabei kaum zu gewährleisten.

Sogenannte Säuglingsanfangsnahrung reicht wie Muttermilch als alleinige Ernährung in den ersten sechs Lebensmonaten aus. Sie kann (später) auch als Teilnahrung neben der Breikost bis zum Übergang zur allgemeinen Familienkost gegeben werden.

Fertigmilch, Dauermilch, Folgemilch ...

Fertigmilch wird unterschieden in Säuglingsanfangsnahrung mit der Vorsilbe Pre und der Ziffer 1 sowie in Folgenahrung mit den Ziffern 2 und 3.

Pre-Milch ist der Muttermilch am ähnlichsten. Sie enthält außer Milchzucker keine weiteren Kohlenhydrate, daher kann Ihr Kind davon so viel trinken, wie es möchte. Sogenannte Dauermilch mit der Ziffer 1 enthält neben dem Milchzucker noch bis zu zwei Prozent Stärke und ist daher sättigender. Achten Sie deshalb auf die vom Hersteller empfohlenen Trinkmengen, damit der Säugling kein Übergewicht entwickelt.

Sogenannte Folgemilch mit den Ziffern 2 und 3 ist im Vergleich zur Säuglingsanfangsnahrung recht eiweißreich und in ihrer Zusammensetzung der Kuhmilch sehr ähnlich. Ernährungsphysiologisch macht sie im Säuglingsalter allerdings wenig Sinn, weshalb das Kind auch nach dem sechsten Lebensmonat noch mit Säuglingsanfangsnahrung (Pre und 1) bestens versorgt ist.

Ist das Baby gesund, reicht die Flüssigkeitszufuhr durch Muttermilch beziehungsweise Fertigmilch vollkommen aus. Bei starkem Schwitzen oder hohem Fieber können Sie ihm zusätzlich ungesüßten Fencheltee (mit abgekochtem Wasser) oder Tafelwasser aus der Flasche anbieten, das den Hinweis "geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung" trägt.

Trinken – wie viel ist normal?

Säuglinge lieben es, an der Mutterbrust oder der Flasche zu nuckeln – verbindet sich dabei doch die Nahrungsaufnahme mit lustvollem und beruhigendem Saugen. Mit der Zeit entwickeln die meisten Babys einen Vier-Stunden-Rhythmus. Manche melden sich aber auch alle zwei bis drei oder nur alle fünf Stunden. Wird das Baby immer dann gestillt beziehungsweise gefüttert, wenn es danach verlangt, kann man in der Regel nichts falsch machen.

Trinkt Ihr Kind genug?

Ihr Baby trinkt genügend, wenn

  • seine Windeln nach jedem Füttern nass sind.
  • es mindestens einmal die Woche oder bis zu achtmal am Tag (Stillkinder) bzw. ein bis dreimal am Tag (Flaschenkinder) Stuhlgang hat.
  • es im ersten Lebenshalbjahr pro Woche etwa 200 Gramm zunimmt.

Lesen Sie heute in einer Woche Wissenswertes zum Thema Im 1. Lebensjahr gefährlich. Vergangene Tipps dieser Themenserie finden Sie hier: Gesunde Ernährung für Ihr Kind

Quellen:

Heppt, W., Bachert, C.: Praktische Allergologie. Thieme, Stuttgart 2011

Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): www.kindergesundheit-info.de (Abrufdatum: 14.03.2011)

Online-Informationen des aid Infodienstes, Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.: www.aid.de (Stand: 17.05.2010)

Eugster, G.: Babyernährung gesund & richtig. Urban & Fischer, München 2005

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