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Erkältung & Co. – Teil 9: Fieber

Autor: Onmeda-Redaktion

Überblick

Steigt die Körpertemperatur über 38 Grad Celsius, sprechen Mediziner von Fieber. Die Körpertemperatur kann mit einem Fieberthermometer unterschiedlich gemessen werden: im Enddarm (rektal), unter der Achselhöhle (axillar), im Ohr oder unter der Zunge im Mund (oral). Die rektale Temperaturmessung gilt dabei als die genaueste.

Man sieht ein Kind mit einem Fieberthermometer.

Fieber entsteht im Gehirn

Für die Wärmeregulation des Körpers ist das Temperaturzentrum im Gehirn zuständig. Fieber entsteht durch eine Sollwertverstellung der Körpertemperatur im Temperaturzentrum. Ausgelöst wird dieser Vorgang durch eine direkte Reizung der dortigen Nervenzellen oder durch fiebererzeugende Stoffe (sog. Pyrogene).

Woran erkennt man Fieber?

Neben dem Anstieg der Körpertemperatur äußert sich Fieber oft mit schnellem Puls, Schweißausbrüchen und gesteigerter Atmung. Die Betroffenen haben zudem glänzende Augen, ihre Haut ist teils rötlich, teils blass und fühlt sich warm an. Außerdem ist ihre Zunge trocken und belegt und sie klagen über großen Durst und Appetitlosigkeit. Weitere Symptome können sein:

Therapie

Um Fieber zu lindern, helfen fieber- und entzündungshemmende Schmerzmittel (z.B. Acetylsalicylsäure, Ibuprofen).

Wenngleich der wissenschaftliche Nutzen nicht belegt ist, so gelten bei Fieber kalte Wadenwickel und viel Trinken durchaus als bewährte Hausmittel, vor allem wenn gleichzeitig auch mehr geschwitzt wird. Die Betroffenen sollten dabei vor allem Getränke wie Wasser, Kräuter- oder Früchtetees sowie Fruchsaftschorle zu sich nehmen – nicht jedoch Kaffee oder schwarzen Tee.

Die eigentliche Behandlung des Fiebers richtet sich allerdings nach der zugrunde liegenden Ursache. Sind bakterielle Infekte Schuld am Fieber, verordnen Ärzte in der Regel Antibiotika. Kinderkrankheiten heilen oft durch eine rein symptomatische Behandlung aus – beim Scharlach hingegen hat sich Penicillin bewährt.

Lesen Sie im nächsten Teil der Serie Erkältung & Co. Wissenswertes zum Thema Halsschmerzen.

Quellen:

Herold, G.: Herold Innere Medizin 2008. Selbstverlag, Köln 2008

Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. De Gruyter, Berlin 261. Auflage 2008

Ferlinz, R. (Hrsg.): Internistische Differentialdiagnostik. Thieme, Stuttgart 1999

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